Getreidefreies Hundefutter im Test 2026 – Vergleich & Empfehlung
Wirklich getreidefrei fütterst Du Deinen Hund am konsequentesten mit rohem, tiefgekühltem BARF: frisches Fleisch aus einer klar deklarierten Proteinquelle, ohne Getreide, ohne Füllstoffe, ohne Stärke fürs Erhitzen. Roh ist das Prinzip umgedreht, weil nichts versteckt werden muss. Was getreidefrei wirklich bringt, für welchen Hund es sich lohnt, was hinter der DCM-Debatte steckt und welche unserer BARF-Sorten passt, liest Du hier.
Wer "getreidefreies Hundefutter" googelt, landet in einem Labyrinth aus Marketing-Claims und Halbwissen. "Naturnahe Ernährung", "frei von allem Bösen", so klingen die Versprechen. Die Realität ist differenzierter. Genau deshalb steht dieser Artikel hier: nicht als Werbetext, sondern als ehrliche Einordnung. Was bringt getreidefreies Futter tatsächlich? Für welchen Hund lohnt es sich? Und welche Form ist die sauberste?
Die kurze Antwort: Getreidefrei ist bei nachgewiesener Getreideallergie die richtige Wahl, aber kein Allheilmittel. Und die konsequenteste getreidefreie Form ist nicht ein anderes Trockenfutter, sondern rohes Frischfutter. Genau dafür haben wir unsere eigenen BARF-Rezepte entwickelt: roh, tiefgekühlt, eine klar deklarierte Proteinquelle, von Natur aus ohne Getreide.
Warum rohes BARF die konsequenteste getreidefreie Form ist
Auch ein getreidefreies Trockenfutter bleibt stark verarbeitet: Es braucht eine Stärkequelle für die Krokette, also wandern Kartoffel, Tapioka oder, weniger ideal, Erbsen und Linsen hinein. Roh entfällt dieser Schritt komplett. Es gibt keine Krokette, also braucht es auch keinen Stärke-Ersatz. Übrig bleibt das, was hineingehört.
- Eine klar deklarierte Proteinquelle: Viele empfindliche Hunde reagieren auf häufige Eiweiße wie Huhn oder Rind. Ein roher Mix aus nur einer Quelle, etwa Kaninchen, Pferd oder Rotwild, die Dein Hund bisher selten kannte, macht die Fütterung nachvollziehbar.
- Kein Getreide, keine Füllstoffe: Weizen, Mais und unspezifische Nebenerzeugnisse fallen weg. Anders als beim Trockenfutter wird Getreide auch nicht durch Stärke ersetzt.
- Volle Transparenz: Du siehst, was im Napf liegt. Bei voll deklarierten Rezepturen entfällt das Rätselraten über versteckte Zutaten.
- Unerhitzt: Rohes Tiefkühl-BARF wird nicht hocherhitzt, dadurch bleibt die Nährstoffsubstanz weitgehend erhalten.
Unser rohes, tiefgekühltes BARF entsteht nach unseren eigenen Rezepten und ist in dieser Form nur bei uns erhältlich. Für Hunde mit Verdacht auf eine Getreide- oder Futtermittelunverträglichkeit ist ein Einzelprotein wie Kaninchen der klarste Einstieg.
Unsere Empfehlung 2026
BARF-Mix Kaninchen, tiefgekühlt
Eine einzige, klar deklarierte Proteinquelle, die die meisten Hunde noch nicht kannten. Muskelfleisch, Innereien und Gemüse vorkombiniert, gewolft, von Natur aus ohne Getreide. Roh, frisch, nach unserem eigenen Rezept, nur bei uns.

Was "getreidefrei" wirklich bedeutet und was nicht
Getreidefreies Hundefutter verzichtet auf sämtliche Getreidesorten: Weizen, Mais, Gerste, Roggen, Hafer, Reis und Hirse. Drei verbreitete Missverständnisse:
- Getreidefrei ist nicht kohlenhydratfrei. Jedes Trockenfutter braucht eine Stärkequelle für die Krokettenbildung. Kartoffel und Süßkartoffel enthalten genauso Kohlenhydrate wie Reis, nur aus einer anderen botanischen Quelle. Rohes BARF kommt ganz ohne diese Stärkequelle aus.
- Getreidefrei ist nicht automatisch glutenfrei, und umgekehrt. Alle getreidefreien Futter sind glutenfrei, aber nicht alle glutenfreien Futter sind getreidefrei. Ein Futter mit Reis ist glutenfrei, aber nicht getreidefrei. Reis ist botanisch ein Getreide.
- Getreidefrei ist kein Qualitätssiegel. Ein billiges getreidefreies Trockenfutter mit viel Kartoffelstärke ist schlechter als ein hochwertiges Futter mit hohem Frischfleischanteil. Das Label sagt nichts über die Gesamtqualität. Entscheidend ist, was wirklich im Napf liegt.
| Zutat | Getreide? | Gluten? | Bewertung als Kohlenhydratquelle |
|---|---|---|---|
| Weizen | Ja | Ja | Häufigster Allergieauslöser unter den Getreiden |
| Mais | Ja | Nein | Oft als billiger Füllstoff, wenig Nährwert |
| Reis | Ja | Nein | Gut verträglich, von vielen Hunden toleriert, aber botanisch Getreide |
| Kartoffel / Süßkartoffel | Nein | Nein | Verbreitete Stärkequelle in getreidefreiem Trockenfutter |
| Erbsen / Linsen | Nein | Nein | In Maßen ok, als Hauptzutat in der Kritik (DCM-Debatte) |
| Rohes Fleisch (BARF) | Nein | Nein | Braucht gar keine Stärkequelle, die konsequenteste getreidefreie Form |
Die DCM-Debatte: Status 2026, Entwarnung mit Einschränkung
2018 schreckte die US-amerikanische FDA Millionen Hundebesitzer auf: Eine Untersuchung brachte getreidefreies Hundefutter mit dilatativer Kardiomyopathie (DCM) in Verbindung, einer schweren Herzerkrankung, bei der sich der Herzmuskel dehnt und die Pumpfunktion nachlässt. Die Meldung verbreitete sich weltweit. Tierärzte rieten teils pauschal ab, Social Media war voll mit Panikmache.
Acht Jahre später ist die Faktenlage klarer und deutlich differenzierter als die Schlagzeilen von 2018:
- Kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen. Die FDA hat ihre ursprüngliche Warnung relativiert. Gefunden wurde eine statistische Korrelation in bestimmten Fällen, kein Beweis für Ursache und Wirkung. Die FDA betont seit 2020, dass sie keinen direkten kausalen Link etablieren konnte.
- Im Verdacht standen Hülsenfrüchte als Hauptzutat, nicht "getreidefrei" an sich. Die Mehrzahl der betroffenen Hunde fraß Futter, in dem Erbsen, Linsen, Kichererbsen oder deren Mehl die ersten Plätze der Zutatenliste dominierten. Solche Hülsenfrüchte in hoher Konzentration werden mit einer behinderten Taurin-Aufnahme in Verbindung gebracht. Taurin ist eine Aminosäure, die für die Herzfunktion eine Rolle spielt.
- Rohes Fleisch und Kartoffel-Basis stehen nicht im Verdacht. Bei Futter ohne Hülsenfrüchte als Hauptzutat wurde kein erhöhtes DCM-Risiko festgestellt. Rohes BARF besteht ganz überwiegend aus Fleisch, Innereien und Gemüse und enthält keine Hülsenfrüchte-Konzentrate als Stärkebasis.
- Genetische Veranlagung bleibt ein zentraler Faktor. Dobermann, Boxer, Irischer Wolfshund und Deutsche Dogge erkranken unabhängig vom Futter häufiger an DCM. Bei diesen Rassen ist der regelmäßige Herzultraschall in der Tierarztpraxis wichtiger als die Frage "getreidefrei oder nicht".
Was das für die Futterwahl bedeutet: Wer bei getreidefreiem Trockenfutter bleibt, achtet darauf, dass nicht Erbsen oder Linsen die Hauptzutat sind. Wer den Schritt ganz gehen will, umgeht das Thema mit rohem BARF, das die Stärkefrage erst gar nicht stellt. Ein Blick in die Zutatenliste zeigt bei jedem Futter, was wirklich drin ist.
Getreidefrei füttern bei Dogs Supreme: rohes BARF aus einer Proteinquelle
Wir empfehlen, was wir selbst füttern würden: rohes, tiefgekühltes BARF nach unseren eigenen Rezepten, in dieser Form nur bei uns. Eine klar deklarierte Tierart je Sorte, Muskelfleisch, Innereien und Gemüse vorkombiniert und gewolft, von Natur aus ohne Getreide. Welche Sorte passt, hängt vom Hund ab:
- BARF-Mix Kaninchen, tiefgekühlt: die Novel-Protein-Wahl. Kaninchen haben die wenigsten Hunde je gefressen, deshalb ist es der sauberste Einstieg bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit und in der tierärztlich begleiteten Ausschlussdiät. Mager und gut verträglich, auch für kleine Rassen und Hunde mit Hang zu Übergewicht.
- BARF-Mix Pferd oder Rotwild, tiefgekühlt: ebenfalls selten gefütterte Proteinquellen, ideal, wenn Kaninchen bereits bekannt ist oder Du eine weitere Novel-Variante für die Ausschlussdiät brauchst.
- BARF-Mix Pute, tiefgekühlt: mager und leicht, gut für sensible Mägen und kleinere Hunde, sofern Geflügel verträglich ist.
- BARF-Mix Rind, tiefgekühlt: der Allrounder für robuste, größere oder aktive Hunde, die Rind problemlos vertragen.
Alle Sorten sind komplett getreidefrei: kein Reis, kein Mais, kein Weizen, kein Hafer, und keine Stärkequelle als Ersatz. Ab einem Bestellwert von 79,99 EUR liefert Dogs Supreme versandkostenfrei.
Kein Gefrierfach? Die gereifte Variante im Glas
Rohes Tiefkühl-BARF ist die nährstoffschonendste Basis, weil nichts erhitzt wird. Es braucht aber Platz im Gefrierfach und etwas Planung beim Auftauen. Wenn das nicht in Deinen Alltag passt, etwa auf Reisen, im Sommer oder bei wenig Platz, ist unser gereiftes Nassfutter im Glas die ehrlichste verarbeitete Alternative: schonend zubereitet statt hocherhitzt, eine Tierart je Rezeptur, voll deklariert, ebenfalls von Natur aus ohne Getreide. Es ist schrankfähig und sofort servierbar.
Die Alternative ohne Gefrierfach
Gereiftes Nassfutter im Glas
Schonend zubereitet, eine Tierart je Glas, ohne Getreide, sofort servierbar. Für Halter, die kein Gefrierfach nutzen oder viel unterwegs sind.
Wann ist getreidefrei sinnvoll? Der Entscheidungsbaum
Nicht jeder Hund braucht getreidefreies Futter. Und nicht jeder, der es braucht, braucht es aus demselben Grund. Hier ein klarer Entscheidungsbaum, ehrlich statt Marketing-getrieben.
Getreidefrei JA, wenn:
- Dein Hund eine nachgewiesene Getreideallergie hat. "Nachgewiesen" heißt: durch eine 8 bis 12 Wochen lange Ausschlussdiät unter tierärztlicher Begleitung bestätigt, nicht weil er einmal nach Brot Durchfall hatte.
- Dein Hund chronische Verdauungsprobleme hat, die mit Getreide zusammenhängen. Blähungen, weicher Kot, erhöhte Kotfrequenz, und das konsistent über verschiedene getreidehaltige Sorten hinweg. Die Ursache klärt die Tierarztpraxis.
- Dein Hund zu einer empfindlichen Rasse gehört. Französische Bulldogge, West Highland White Terrier, Yorkshire Terrier, Shar-Pei und Irish Setter zeigen überdurchschnittlich oft Futtermittelreaktionen. Hier kann eine getreidefreie, klar deklarierte Rezeptur die naheliegende Wahl sein. Bei Symptomen entscheidet die Tierarztpraxis mit.
- Dein Tierarzt es empfiehlt, nach dermatologischer oder gastroenterologischer Abklärung.
Getreidefrei NEIN oder EGAL, wenn:
- Dein Hund sein Futter mit Getreide problemlos verträgt. Fester Kot, glänzendes Fell, kein Juckreiz, volle Energie. Dann ist "getreidefrei" eine Lösung für ein Problem, das nicht existiert.
- Du nur wechseln willst, weil es "natürlicher" klingt. Hunde sind keine Wölfe. 15.000 Jahre Domestikation haben den Verdauungstrakt verändert, das AMY2B-Gen ermöglicht Hunden die Stärkeverdauung. Reis und Hafer sind für viele Hunde unproblematisch.
- Du nur dem Trend folgst. "Getreidefrei" ist ein Label, kein Qualitätsmerkmal. Ein gutes Futter schlägt ein schlechtes, unabhängig vom Getreide-Verzicht.
Sonderfall: Glutenfrei reicht
Manche Hunde reagieren nicht auf Getreide generell, sondern spezifisch auf Gluten (Weizen, Roggen, Gerste). Diese Hunde vertragen Reis und Mais problemlos. Für sie reicht glutenfreies Futter, komplett getreidefrei wäre eine unnötige Einschränkung.
Getreidefrei vs. glutenfrei: die wichtigste Unterscheidung
Diese Unterscheidung entscheidet, ob Du das richtige Futter kaufst oder Geld für etwas ausgibst, das Dein Hund gar nicht braucht:
| Eigenschaft | Getreidefrei | Glutenfrei |
|---|---|---|
| Definition | Kein Getreide (kein Reis, Mais, Weizen, Hafer) | Kein Gluten, aber Reis und Mais erlaubt |
| Reis erlaubt? | Nein | Ja |
| Mais erlaubt? | Nein | Ja |
| Rohes BARF | Ja, von Natur aus | Ja, von Natur aus |
| Für wen geeignet? | Hunde mit Getreideallergie (alle Getreidesorten) | Hunde mit Glutensensitivität (vertragen Reis) |
Praxis-Beispiel: Ein Dackel mit Weizenunverträglichkeit, der Reis problemlos verdaut, braucht glutenfreies Futter, kein getreidefreies. Ein Hund mit nachgewiesener Allergie gegen Reis und Weizen braucht komplett getreidefreies Futter, am konsequentesten rohes BARF aus einer Proteinquelle.
Für welche Rassen ist getreidefreies Futter besonders relevant?
Einige Rassen zeigen eine erhöhte Häufigkeit von Futtermittelunverträglichkeiten. Bei ihnen ist eine getreidefreie, klar deklarierte Rezeptur häufiger sinnvoll. Bei konkreten Symptomen gilt immer: Tierarzt zuerst.
- Französische Bulldogge: die Rasse mit einer der höchsten Raten an Futtermittelreaktionen. Weizen und Mais sind häufige Auslöser. Viele Halter wählen deshalb eine Tierart je Mahlzeit, roh und ohne Getreide.
- West Highland White Terrier: sehr häufig atopische Haut. Getreide, besonders Weizen, wird von vielen Westie-Haltern als möglicher Faktor gemieden. Eine voll deklarierte, getreidefreie Rezeptur schafft Klarheit.
- Irish Setter: mit einer beschriebenen Glutensensitivität (Gluten-sensitive Enteropathie). Für ihn ist getreidefrei keine Lifestyle-Frage, sondern oft tierärztlich begründet.
- Yorkshire Terrier: empfindlicher Magen-Darm-Trakt, häufige Reaktionen auf Weizen und Mais. Getreidefreie Sorten in kleiner Portion, etwa mageres Kaninchen, werden oft besser vertragen.
- Shar-Pei: neben dem Irish Setter eine der am häufigsten betroffenen Rassen in Studien. In der Ausschlussdiät setzen Tierärzte hier gern auf selten gefütterte Tierarten wie Kaninchen oder Pferd, konsequent als einzige Proteinquelle.
Für alle anderen Rassen gilt: Keine pauschale Umstellung nötig. Verträgt Dein Hund Getreide gut, lass es so. Bei Verdacht auf Unverträglichkeit: erst Ausschlussdiät in tierärztlicher Begleitung, dann gezielt umstellen.
Ausschlussdiät: warum rohes Einzelprotein im Vorteil ist
Futtermittelunverträglichkeiten klärt die Tierarztpraxis, eine Ausschlussdiät gehört in tierärztliche Begleitung. Dabei bekommt der Hund über 8 bis 12 Wochen eine einzige, neue Proteinquelle, die er bisher nicht oder selten hatte.
Rohes Einzelprotein-BARF ist dafür im Vorteil: Kaninchen, Pferd oder Rotwild sind Eiweiße, mit denen die meisten Hunde noch keinen Kontakt hatten, und die Rezeptur enthält nichts anderes, das das Bild verfälscht. Keine versteckte Stärke, kein zweites Protein, keine Sammelbegriffe. Genau das macht die Auswertung sauber.

BARF richtig füttern und sicher umgehen
Selbst zusammengestelltes BARF ist anspruchsvoll: Die Nährstoffbalance muss stimmen. Genau diese Fehlerquelle nehmen wir Dir ab. Unsere fertigen Mixe kombinieren Muskelfleisch, Innereien und Gemüse bereits ausgewogen, gewolft und aus einer Proteinquelle. Du taust nur auf und servierst.
- Langsam umstellen: Stelle über 10 bis 14 Tage schrittweise um (Plan weiter unten).
- Portionsgenau servieren: Richtwert sind etwa 2 bis 4 Prozent des Körpergewichts pro Tag, je nach Aktivität und Stoffwechsel, auf zwei Mahlzeiten verteilt.
- Im Zweifel den Tierarzt einbeziehen: bei bestehenden Erkrankungen, im Welpenalter oder bei Unsicherheit zur Ration.
Hygiene beim Rohfüttern: Tiefkühlware durchgehend kühl halten und im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur. Napf, Flächen und Hände nach jeder Mahlzeit gründlich reinigen. In Haushalten mit immungeschwächten Personen, Schwangeren oder Kleinkindern die Rohfütterung vorab ärztlich abklären (Hinweis des BVL, 2022).
Futtermenge und Fütterungsplan
Richtwerte für rohes Frischfutter, abhängig von Aktivität und Stoffwechsel. Snacks zählen zur Tagesration. Auf zwei Mahlzeiten verteilen.
| Gewicht | Aktivität normal | Aktivität hoch | Senior/Übergewicht |
|---|---|---|---|
| 5 kg | 100-150 g | 150-200 g | 80-125 g |
| 10 kg | 200-300 g | 300-400 g | 160-250 g |
| 20 kg | 400-600 g | 600-800 g | 320-500 g |
| 30 kg | 600-900 g | 900-1200 g | 480-750 g |
Richtwerte (ca. 2 bis 4 Prozent des Körpergewichts). Die genaue Menge hängt vom einzelnen Hund ab, beobachte Gewicht und Kotbild und passe an. Im Zweifel berät Dich Dein Tierarzt.
Leckerlis und Snacks: Konsequenz zählt
Der häufigste Fehler bei getreidefreier Fütterung: Das Hauptfutter ist sauber abgestimmt, aber die Leckerlis enthalten Weizenmehl. Damit ist die Mühe umsonst. Maximal etwa 10 Prozent der Tageskalorien sollten aus Snacks stammen. Und während einer Ausschlussdiät muss die Proteinquelle der Snacks zum Hauptfutter passen, ein Kaninchen-BARF mit Hühnchen-Snacks macht die Diät zunichte.
Geeignet sind:
- Luftgetrocknete Trainingswürstchen aus einer Proteinquelle, passend zum Hauptfutter (z.B. Kaninchen zum Kaninchen-BARF)
- Karotten- oder Gurkenstücke (fast kalorienfrei)
- Reines Trockenfleisch aus einer Tierart, sobald keine Ausschlussdiät mehr läuft
Ungeeignet: Hundekekse mit Weizen, gezuckerte Snacks, Tischreste jeder Art.
Protein-passend zur Ausschlussdiät
Trainingswürstchen Kaninchen
Luftgetrocknet, eine Proteinquelle, kleines Format. Passt protein-genau zum Kaninchen-BARF, ohne die Ausschlussdiät zu stören.
5 Mythen über getreidefreies Hundefutter: Faktencheck 2026
Mythos 1: "Getreide ist Gift für Hunde."
Fakt: Hunde haben das AMY2B-Gen, das die Stärkeverdauung ermöglicht, ein klarer Unterschied zum Wolf. Hochwertiges Getreide wie Reis und Hafer liefert Energie und Ballaststoffe. Problematisch sind billige Getreidefüllstoffe in hohen Anteilen.
Mythos 2: "Getreidefreies Futter hat automatisch mehr Fleisch."
Fakt: Nicht zwingend. Manches getreidefreie Trockenfutter ersetzt Getreide einfach durch Kartoffelstärke oder Erbsenmehl. Der Fleischanteil hängt von der Rezeptur ab, nicht vom Label. Roh ist der Fall klar: Da ist Fleisch die Basis.
Mythos 3: "Wölfe fressen kein Getreide, also sollten Hunde das auch nicht."
Fakt: Hunde sind keine Wölfe. 15.000 Jahre Domestikation haben den Verdauungstrakt verändert. Trotzdem bleibt rohes Fleisch die naheliegendste Basis, einfach weil es nichts braucht, was hineingemischt wird.
Mythos 4: "Getreidefreies Futter verursacht DCM."
Fakt: Die FDA hat keinen kausalen Zusammenhang nachgewiesen. Im Verdacht standen Hülsenfrüchte als Hauptzutat, nicht "getreidefrei" an sich. Rohes BARF enthält keine Hülsenfrüchte-Konzentrate als Stärkebasis. Details im DCM-Abschnitt weiter oben.
Mythos 5: "Alle Hunde mit Hautproblemen brauchen getreidefreies Futter."
Fakt: Hautprobleme haben viele mögliche Ursachen: Umweltallergien, Parasiten, Kontaktallergien, Infektionen. Getreide ist nur eine davon. Ohne Abklärung in der Tierarztpraxis blind umzustellen, löst das Problem meist nicht.
Drei Wege, getreidefrei zu füttern
Drei Ansätze für unterschiedliche Alltage, alle ohne Getreide und ohne Füllstoffe.
1. Rohes Tiefkühl-BARF aus einer Proteinquelle (unsere Empfehlung)
Roh und unerhitzt, dadurch bleibt die Nährstoffsubstanz weitgehend erhalten. Kaninchen, Pferd oder Rotwild als einzige Proteinquelle eignen sich besonders bei Verdacht auf Unverträglichkeiten und für die Ausschlussdiät. Muskelfleisch, Innereien und Gemüse sind vorkombiniert und gewolft, Du taust nur auf. Getreidefrei, voll deklariert, nach unserem eigenen Rezept.
2. Gereiftes Nassfutter im Glas (wenn kein Gefrierfach)
Schonend zubereitet, eine Tierart je Glas, voll deklariert, ohne Getreide. Schrankfähig und sofort servierbar, ideal für Reise, Sommer oder wenig Platz, wenn rohes Tiefkühlfutter nicht in den Alltag passt.
3. BARF-Komponenten zum Selbstmischen (für Erfahrene)
Wer die Ration selbst zusammenstellen möchte, findet bei uns einzelne Komponenten wie Muskelfleisch, Pansen und Gemüse-Mix. Das verlangt Wissen über die richtige Balance, gibt aber volle Kontrolle. Für den Einstieg empfehlen wir die fertigen Mixe aus Weg 1.
So stellst Du auf getreidefreies BARF um
Nie abrupt wechseln. Die Darmflora braucht Zeit, sich anzupassen. Unser 10- bis 14-Tage-Plan:
| Tag | Altes Futter | Neues Futter | Beobachten |
|---|---|---|---|
| 1 bis 3 | 75 % | 25 % | Akzeptanz, Kot-Konsistenz |
| 4 bis 6 | 50 % | 50 % | Leicht weicherer Kot kann normal sein |
| 7 bis 9 | 25 % | 75 % | Verdauung stabilisiert sich |
| 10 bis 14 | 0 % | 100 % | Gewicht stabil, Fellglanz |
Wichtig: Während der Umstellung keine neuen Leckerlis oder Tischreste einführen, sonst lassen sich Reaktionen nicht zuordnen. Bei weichem Kot einen Schritt zurück, 3 Tage warten, dann erneut steigern.
Getreidefreies Futter für Welpen
Welpen brauchen ein auf das Wachstum abgestimmtes Nährstoffprofil mit ausreichend Calcium und Phosphor. Wer im Welpenalter roh füttern möchte, lässt die Ration unbedingt tierärztlich oder von einer Ernährungsberatung prüfen, denn Fehler in der Balance wirken sich im Wachstum besonders stark aus. Für Welpen ohne Allergieproblematik ist auch ein hochwertiges glutenfreies Welpenfutter mit Reis eine unkomplizierte Wahl.
Häufig gestellte Fragen zu getreidefreiem Hundefutter
Was ist die konsequenteste getreidefreie Fütterung?
Rohes, tiefgekühltes BARF. Es braucht keine Stärkequelle für eine Krokette und ist von Natur aus ohne Getreide. Eine klar deklarierte Proteinquelle, etwa Kaninchen, macht zusätzlich nachvollziehbar, was im Napf liegt. Wer kein Gefrierfach hat, nimmt die gereifte Variante im Glas.
Ist getreidefreies Futter automatisch besser als normales?
Nein. Getreidefrei ist besser für Hunde mit nachgewiesener Getreideallergie oder Unverträglichkeit. Für gesunde Hunde ohne Symptome bietet es keinen zwingenden Vorteil. Entscheidend ist die Gesamtqualität: Tierart, Fleischanteil und Transparenz der Deklaration, nicht das Label.
Verursacht getreidefreies Futter Herzkrankheiten (DCM)?
Nein, nicht per se. Die FDA-Untersuchung von 2018 fand eine Korrelation bei Futter mit Hülsenfrüchten als Hauptzutat. Ein kausaler Beweis wurde nie erbracht. Rohes BARF enthält keine Hülsenfrüchte-Konzentrate als Stärkebasis.
Welches getreidefreie Futter ist für Allergiker am besten?
Für die tierärztlich begleitete Ausschlussdiät wählen viele Halter eine Tierart, die der Hund noch nie gefressen hat. Roh ist das zum Beispiel der BARF-Mix Kaninchen, eine Proteinquelle, ohne Getreide, jede Zutat deklariert. Den Ablauf der Ausschlussdiät besprichst Du mit Deiner Tierarztpraxis.
Können Welpen getreidefreies Futter fressen?
Ja, aber nur Futter mit angepasstem Nährstoffprofil. Roh im Welpenalter gehört in tierärztliche Begleitung. Für Welpen ohne Allergieproblematik ist ein hochwertiges glutenfreies Welpenfutter mit Reis die unkompliziertere Wahl.
Wie lange dauert es, bis getreidefreies Futter wirkt?
Bei tatsächlicher Getreideallergie bessern sich Verdauungssymptome oft innerhalb von 2 bis 3 Wochen, Hautsymptome brauchen länger, typischerweise 6 bis 8 Wochen. Wichtig: konsequent bleiben, keine Leckerlis mit Getreide, keine Tischreste.

Fazit: Getreidefrei ist kein Allheilmittel, aber für manche Hunde wichtig
- Für Hunde mit nachgewiesener Getreideallergie: getreidefrei ist die richtige Wahl. Am konsequentesten roh, weil rohes BARF gar keine Stärkequelle braucht und nichts versteckt.
- Für die Ausschlussdiät: eine selten gefütterte Tierart wie Kaninchen, roh und als einzige Proteinquelle, macht die Auswertung sauber. In tierärztlicher Begleitung.
- Für gesunde Hunde ohne Symptome: kein zwingender Grund für den Wechsel. Ein hochwertiges Futter mit Reis kann gleichwertig sein.
- DCM-Risiko: wissenschaftlich entschärft. Im Verdacht standen Hülsenfrüchte als Hauptzutat, nicht getreidefrei an sich.
- Qualität vor Label: immer die Deklaration lesen. Eine klar benannte Tierart, keine Sammelbegriffe. Bei rohem BARF ist das ohnehin der Standard.
Unser Futter zum Thema
Wirklich getreidefrei: rohes BARF nach eigenem Rezept, nur bei uns
Wer getreidefrei sucht, will meist eine Zutatenliste ohne Füllstoffe. Am konsequentesten ist rohes, tiefgekühltes BARF: unerhitzt, vollständig deklariert, von Natur aus ohne Getreide und ohne Stärke-Ersatz. Kaninchen ist der sauberste Einstieg bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit. Passt kein Gefrierfach in Deinen Alltag, ist unser gereiftes Nassfutter im Glas die ehrliche, sofort servierbare Alternative. Was im Einzelfall passt, klärt am besten Dein Tierarzt.
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