21. März 2026

Hund kratzt sich ständig 2026: Ernährung als Schlüssel + Futter-Tipps

18 Min. Lesezeit
Golden Retriever kratzt sich heftig hinter dem Ohr mit Hinterpfote staendiger Juckreiz sichtbar

Wenn dein Hund sich ständig kratzt und keine Flöhe hat, lohnt der erste Blick in den Napf. Bei Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit ist das Ehrlichste, was du füttern kannst, rohes, tiefgekühltes BARF aus einer einzigen, klar deklarierten Proteinquelle, ohne Getreide und ohne versteckte Zutaten. Du siehst genau, was drin ist, und kannst mögliche Auslöser sauber eingrenzen. Welche unserer BARF-Sorten dafür passt und wie du gemeinsam mit deinem Tierarzt vorgehst, liest du hier.

Du sitzt abends auf dem Sofa und hörst es wieder. Kratz, kratz, kratz. Dein Hund liegt neben dir und bearbeitet sein Ohr so heftig, dass der Kopf wackelt. Dann wechselt er zu den Pfoten: lecken, kauen, lecken. Seit Wochen geht das so. Du hast Flohkamm, Spot-On und Anti-Parasiten-Tabletten durch, nichts. Keine Flöhe, keine Zecken, kein sichtbarer Befall. Der Tierarzt war schon dran, und trotzdem kratzt er wieder.

Das Frustrierende: Viele Hundebesitzer mit diesem Problem suchen die Ursache überall, nur nicht im Futternapf. Dabei zeigen veterinärmedizinische Studien, dass Futtermittelallergien nach Floh- und Umweltallergien die dritthäufigste Ursache für chronischen Juckreiz beim Hund sind. Und anders als bei Umweltallergien lässt sich bei einer Futtermittelallergie der Auslöser über das Futter eingrenzen, gemeinsam mit dem Tierarzt.

Dieser Ratgeber von Dogs Supreme zeigt dir die häufigsten Ursachen für ständiges Kratzen, einen Selbsttest für futterbedingte Probleme und warum rohes BARF mit einer einzigen Proteinquelle bei diesem Verdacht der sauberste Einstieg ist. Wichtig vorab: Juckreiz hat viele mögliche Gründe. Kläre die Ursache zuerst tierärztlich ab, dieser Artikel ersetzt keine veterinärmedizinische Beratung.

Warum kratzt sich mein Hund ständig? Die 6 häufigsten Ursachen

Bevor du am Futter schraubst, musst du die anderen Ursachen kennen und idealerweise ausschließen. Juckreiz beim Hund hat sechs Hauptauslöser, und manchmal überlappen sich mehrere.

1. Parasiten: Flöhe, Milben, Herbstgrasmilben

Der Klassiker und immer noch die häufigste Ursache für Juckreiz. Ein einziger Flohbiss kann bei einem allergischen Hund tagelangen Juckreiz auslösen, die sogenannte Flohspeichelallergie (FAD). Milben (Sarcoptes, Demodex, Herbstgrasmilben) verursachen ähnliche Symptome: intensives Kratzen, Rötung, Krustenbildung. Sarcoptes-Räude ist hochansteckend und zeigt sich bevorzugt an Ohrrändern, Ellbogen und Bauch.

Wichtig: Nur weil du keine Flöhe siehst, heißt das nicht, dass keine da sind. Flöhe verbringen nur 5 % ihrer Zeit auf dem Hund, den Rest in Teppich, Hundebett und Sofaritzen. Ein Flohkamm findet Flöhe nur bei starkem Befall zuverlässig. Der Tierarzt kann über eine Kotprobe oder ein Hautgeschabsel Parasiten sicher nachweisen.

2. Futtermittelallergie

Die unterschätzte Ursache und der Fokus dieses Artikels. Bei einer Futtermittelallergie reagiert das Immunsystem deines Hundes auf bestimmte Proteine im Futter. Die häufigsten Auslöser: Rind (34 %), Milchprodukte (17 %), Huhn (15 %) und Weizen (13 %). Die Symptome sind ganzjährig und saisonunabhängig, das unterscheidet sie von Umweltallergien. Typische Stellen: Ohren, Pfoten, Achseln, Leiste. Dazu oft chronischer Durchfall oder weicher Stuhl.

3. Umweltallergie (Atopische Dermatitis)

Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze: die gleichen Allergene, die auch bei Menschen Heuschnupfen auslösen, können beim Hund die Haut reizen. Der Unterschied: Hunde niesen selten. Sie kratzen sich. Atopische Dermatitis zeigt sich typischerweise saisonal (Frühling, Sommer bei Pollenallergie) oder ganzjährig (bei Hausstaubmilben). Die Symptomverteilung ähnelt der Futtermittelallergie, Ohren, Pfoten, Achseln, was die Unterscheidung schwierig macht.

Eine Faustregel: Wenn dein Hund im Winter kaum kratzt und im Frühling explodiert, spricht das für Umweltallergie. Wenn er zwölf Monate im Jahr gleich stark kratzt, deutet das eher auf Futter.

4. Trockene Haut

Trockene Haut beim Hund wird selten als eigenständiges Problem erkannt, ist aber häufiger, als du denkst, besonders im Winter bei trockener Heizungsluft. Symptome: Schuppen, stumpfes Fell, leichter Juckreiz. Anders als bei Allergien ist die Haut nicht gerötet oder entzündet, sondern einfach trocken und schuppig. Eine mögliche Mit-Ursache ist ein knapper Gehalt an essentiellen Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) im Futter.

Hier liegt die Überschneidung zu Futterproblemen: Ein Futter mit wenig Fett und minderwertigen Fettquellen liefert wenig für die Haut. Rohes Frischfutter bringt natürliche Fettsäuren über Muskelfleisch und Innereien von Natur aus mit. Was im Einzelfall fehlt, klärst du am besten mit deinem Tierarzt.

5. Pilzinfektionen (Malassezia, Dermatophyten)

Hefepilze (Malassezia) sind natürliche Bewohner der Hundehaut. Aber wenn das Immunsystem geschwächt ist oder die Hautbarriere gestört, zum Beispiel durch eine unbehandelte Allergie, können sie sich unkontrolliert vermehren. Das Ergebnis: fettige, gerötete Haut mit einem typisch muffig-süßlichen Geruch. Besonders betroffen: Hautfalten, Ohren, Zwischenzehenräume. Bei Rassen mit ausgeprägten Hautfalten ein Dauerthema.

Pilzinfektionen sind oft die Folge eines primären Allergiegeschehens, nicht die Ursache. Bleibt die eigentliche Ursache bestehen, kommt der Pilz nach kurzer Zeit zurück. Die Abklärung gehört in tierärztliche Hände.

6. Stress und Verhaltensstörungen

Ja, Hunde kratzen sich auch aus Stress. Psychogener Juckreiz, repetitives Lecken (Akrale Leckdermatitis) und verhaltensbedingte Hautirritationen existieren. Die betroffenen Stellen sind meist an den Vorderbeinen (sogenannte Leckgranulome), das unterscheidet sie von allergischem Juckreiz, der breiter verteilt ist. Stress als Ursache wird erst diagnostiziert, wenn alle medizinischen Ursachen ausgeschlossen sind.

Golden Retriever leckt obsessiv an geroeteter Pfote typisches Zeichen fuer Futtermittelallergie

Selbsttest: Liegt der Juckreiz am Futter?

Dieser Schnelltest hilft dir bei einer ersten Einschätzung, ob Futter als Ursache wahrscheinlich ist. Er ersetzt keinen Tierarzt, sondern gibt dir eine Richtung. Beantworte jede Frage ehrlich mit Ja oder Nein.

# Frage Ja / Nein
1 Kratzt sich dein Hund besonders nach dem Fressen (30 bis 120 Minuten)?
2 Sind Ohren UND Pfoten gleichzeitig betroffen?
3 Ist der Juckreiz saisonunabhängig (Winter wie Sommer gleich stark)?
4 Hat dein Hund zusätzlich zum Kratzen weichen Stuhl oder Durchfall?
5 Hat sich der Juckreiz nach einem Futterwechsel verändert (besser oder schlimmer)?
6 Frisst dein Hund ein Futter mit Huhn, Rind oder Weizen als Hauptzutat?
7 Hat dein Hund wiederkehrende Ohrenentzündungen (3+ pro Jahr)?

Auswertung:

  • 0 bis 1 Ja-Antworten: Futter als Ursache eher unwahrscheinlich. Parasiten, Umweltallergie oder trockene Haut kommen näher infrage.
  • 2 bis 3 Ja-Antworten: Futter als Ursache möglich. Eine Umstellung auf eine einzige, neue Proteinquelle über 8 Wochen ist ein naheliegender Schritt, den du mit dem Tierarzt absprichst. Wird der Juckreiz in dieser Zeit besser, war das Futter mit hoher Wahrscheinlichkeit beteiligt.
  • 4+ Ja-Antworten: Futter als Ursache wahrscheinlich. Eine Eliminationsdiät mit einer komplett neuen Proteinquelle, tierärztlich begleitet, grenzt den Auslöser ein.

Dieser Test ersetzt keine veterinärmedizinische Diagnose. Er hilft dir aber, die richtige Richtung einzuschlagen, statt das eigentliche Problem im Napf zu übersehen.

Warum rohes BARF mit einer Proteinquelle der sauberste Einstieg ist

Wenn der Verdacht auf eine Futtermittelallergie steht, ist die entscheidende Frage: Was genau verträgt mein Hund nicht? Genau hier wird die Zutatenliste zum Knackpunkt. Stark verarbeitetes Trockenfutter mit langer, oft unscharfer Deklaration macht das Eingrenzen schwer. Je mehr Komponenten, Füllstoffe und Verarbeitungsschritte, desto mehr potenzielle Auslöser und desto unklarer, welcher davon das Problem ist.

Rohes BARF dreht das Prinzip um: wenige, klar benannte Zutaten, kein Erhitzungsschritt, nichts Verstecktes. Du siehst genau, was im Napf liegt, und kannst sauber arbeiten.

  • Eine einzige, klar deklarierte Proteinquelle: Hunde reagieren häufig auf gängige Eiweiße wie Huhn oder Rind. Ein roher Mix aus nur einer Quelle, etwa Kaninchen, Pferd oder Rotwild, die dein Hund bisher selten kannte, macht die Fütterung nachvollziehbar.
  • Kein Getreide, keine Füllstoffe: Weizen, Mais und unspezifische Nebenerzeugnisse fallen komplett weg. Weniger potenzielle Reizstoffe im Napf.
  • Volle Transparenz: Bei voll deklarierten Rezepturen entfällt das Rätselraten über versteckte Zutaten. Das ist gerade bei der Suche nach einem Auslöser Gold wert.
  • Natürliche Fettsäuren aus der Rezeptur: Muskelfleisch und Innereien bringen Omega-Fettsäuren von Natur aus mit, ein Baustein, der für Haut und Fell relevant ist.

Unser rohes, tiefgekühltes BARF entsteht nach unseren eigenen Rezepten und ist in dieser Form nur bei uns erhältlich. Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit ist ein Einzelprotein wie Kaninchen der klarste Einstieg, weil es als Ausweichprotein gilt, mit dem die meisten Hunde noch keinen Kontakt hatten.

Unsere Empfehlung bei Juckreiz-Verdacht

BARF-Mix Kaninchen, tiefgekühlt

Eine einzige, klar deklarierte Proteinquelle, die die meisten Hunde noch nicht kannten. Muskelfleisch, Innereien und Gemüse vorkombiniert, gewolft und ohne Getreide. Roh, frisch, nach unserem eigenen Rezept, nur bei uns. Ideal als Ausweichprotein, wenn du gemeinsam mit dem Tierarzt einen möglichen Auslöser eingrenzen willst.

Hygiene beim Rohfüttern: Das gehört dazu

Rohfütterung verlangt saubere Routine, das ist kein Hexenwerk, aber Pflicht. So bleibt die Fütterung sicher:

  • Kühlkette halten: Tiefkühlware durchgehend kühl transportieren und lagern, nicht antauen lassen.
  • Im Kühlschrank auftauen: Portionen über Nacht im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur. Aufgetautes innerhalb von ein bis zwei Tagen verfüttern.
  • Sauber arbeiten: Napf, Arbeitsflächen und Hände nach jeder Mahlzeit gründlich reinigen.
  • Risikogruppen schützen: In Haushalten mit immungeschwächten Personen, Schwangeren oder Kleinkindern die Rohfütterung vorab ärztlich abklären (Hinweis des BVL, 2022).

Kein Gefrierfach? Die gereifte Variante im Glas

Rohes Tiefkühl-BARF ist eine besonders nährstoffschonende Basis, weil nichts erhitzt wird. Es braucht aber Platz im Gefrierfach und etwas Planung beim Auftauen. Wenn das nicht in deinen Alltag passt, etwa auf Reisen, im Sommer oder bei wenig Platz, ist unser gereiftes Nassfutter im Glas die ehrlichste verarbeitete Alternative: schonend zubereitet statt hocherhitzt wie klassisches Dosenfutter, voll deklariert, schrankfähig und sofort servierbar. Auch hier gilt das Prinzip der klaren, kurzen Zutatenliste, das bei der Suche nach einem Auslöser hilft.

Die Alternative ohne Gefrierfach

Gereiftes Nassfutter im Glas

Schonend zubereitet, voll deklariert, weiche Konsistenz. Für alle, die kein Gefrierfach nutzen oder viel unterwegs sind und trotzdem auf eine klare Deklaration setzen wollen.

Was im Futter drinstecken sollte, was nicht

Nicht jedes Futter, auf dem "sensitiv" steht, ist für die Auslöser-Suche geeignet. Entscheidend sind eine einzige, seltene Proteinquelle, eine offene, vollständige Deklaration aller Zutaten und keine versteckten Nebenerzeugnisse. Getreidefreiheit ist ein weiterer Pluspunkt, weil Weizen einer der häufigsten Auslöser ist.

Das gehört in den Napf

  • Eine einzige tierische Proteinquelle (Mono-Protein), klar benannt
  • Klar benannte tierische Rohstoffe mit offener Deklaration (z.B. "Kaninchen, Muskelfleisch und Innereien" statt "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse")
  • Natürliche Fettsäuren aus Fleisch und Innereien für Haut und Fell
  • Getreidefrei, ohne Weizen und Mais
  • Keine künstlichen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe

Genau diese Punkte erfüllt rohes BARF von Natur aus. Bei einem fertigen Mix aus einer Proteinquelle musst du nichts selbst zusammenstellen, die Rezeptur ist bereits ausbalanciert.

Das hat im Napf nichts verloren

  • Weizen und Mais (häufige Auslöser bei empfindlichen Hunden)
  • Unspezifische Angaben wie "tierische Nebenerzeugnisse" ohne genaue Deklaration
  • Künstliche Farb- und Konservierungsstoffe
  • Zucker oder Karamell
  • Soja (oft schlecht verträglich)

Welches Protein bei welchem Hund?

Für die Auslöser-Suche brauchst du ein Protein, das dein Hund noch nie oder nur selten gefressen hat. Welches passt, hängt von Größe, Gewichtsneigung und Vorgeschichte ab.

  • Bei Allergie- und Unverträglichkeits-Verdacht: Kaninchen, Pferd oder Rotwild. Diese Novel-Proteine kommen in Standardfutter praktisch nicht vor und eignen sich deshalb als Ausweichprotein für die Ausschlussdiät.
  • Bei Hunden mit Hang zu Übergewicht: magere Sorten wie Kaninchen oder Pute, kontrolliert portioniert.
  • Bei großen, aktiven Hunden: Rind als kräftiger Allrounder, sobald Rind als Auslöser ausgeschlossen ist.
  • Bei kleinen Hunden: Kaninchen oder Pute, mager und gut in kleinen Portionen zu dosieren.

Wichtig bleibt: Das Protein muss für die Diagnostik neu sein. Welches im Einzelfall sinnvoll ist und ob eine Ausschlussdiät überhaupt der richtige Weg ist, entscheidest du gemeinsam mit deinem Tierarzt.

Golden Retriever vor Napf mit hypoallergenem Futter und Omega-3-Kapsel als Doppelstrategie

Leckerlis und Snacks: Protein muss passen

Während einer Ausschlussdiät gilt: Die Proteinquelle der Snacks muss zum Hauptfutter passen. Ein Kaninchen-BARF mit Hühnchen-Leckerlis macht die ganze Diagnostik zunichte, eine einzige Ausnahme reicht, um das Bild zu verfälschen. Außerdem sollten Snacks maximal 10 % der Tageskalorien ausmachen.

Geeignet sind:

  • Luftgetrocknete Trainingswürstchen aus einer Proteinquelle, passend zum Hauptfutter (z.B. Kaninchen zum Kaninchen-BARF)
  • Karotten- oder Gurkenstücke (fast kalorienfrei)
  • Gefrorene Blaubeeren (im Sommer als kühlende Erfrischung)
  • Klassische Kausnacks wie Lunge oder Pansen erst, sobald keine Ausschlussdiät mehr läuft und die jeweilige Proteinquelle nicht im Verdacht steht

Ungeeignet: Käsewürfel (fettreich), Hundekekse mit Weizen, Schweineohr (sehr kalorienreich), Tischreste jeder Art.

Protein-passend zur Ausschlussdiät

Trainingswürstchen Kaninchen

Luftgetrocknet, eine Proteinquelle, kleines Format. Passt protein-genau zum Kaninchen-BARF, ohne die Ausschlussdiät zu stören.

7 Pflegetipps, die die Ernährungsumstellung ergänzen

Das Futter ist der größte Hebel bei futterbedingtem Juckreiz. Diese sieben Maßnahmen ergänzen die Umstellung im Alltag.

1. Regelmäßig bürsten, richtig bürsten

Bürsten entfernt lose Haare, Schuppen und Schmutz, die die Haut reizen können. Wichtiger noch: Es verteilt die natürlichen Hautfette (Sebum) gleichmäßig über das Fell und massiert die Haut. Bei Juckreiz-Hunden 3 bis 4 Mal pro Woche mit einer weichen Bürste, keine Drahtbürste auf gereizter Haut. Immer in Wuchsrichtung. Bei langhaarigen Rassen Verfilzungen vorsichtig lösen, nicht herausreißen.

2. Seltener baden, und nur mit dem richtigen Shampoo

Zu häufiges Baden belastet die ohnehin gereizte Hautbarriere. Maximal alle 4 bis 6 Wochen. Verwende ein mildes, pH-neutrales Hundeshampoo, kein Menschenshampoo (falscher pH-Wert). Bei akutem Juckreiz kann ein Hafermehl-basiertes Shampoo kurzzeitig eingesetzt werden, im Zweifel mit dem Tierarzt absprechen.

3. Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen

Trockene Heizungsluft im Winter macht Hautprobleme oft schlimmer. Angenehm sind 40 bis 60 % relative Luftfeuchtigkeit. Ein Luftbefeuchter da, wo der Hund die meiste Zeit verbringt, kann Schuppen und trockene Haut spürbar verbessern. Günstiger als jedes Supplement und wird trotzdem selten empfohlen.

4. Bettwäsche und Hundebett regelmäßig waschen

Hausstaubmilben, Pollen und Hautschuppen sammeln sich in Textilien. Hundebett-Bezug und Decken alle 1 bis 2 Wochen bei mindestens 60 Grad waschen. Bei Verdacht auf Umweltallergie das Hundebett nicht direkt am Fenster platzieren, dort landet der meiste Pollenflug.

5. Pfoten nach dem Spaziergang abwischen

Grasallergene, Streusalz und Umweltschmutz bleiben an den Pfoten haften, dort, wo viele Hunde sich besonders intensiv lecken. Ein feuchter Lappen nach jedem Spaziergang über die Pfoten (inklusive Zwischenzehenräume) reduziert die Allergenbelastung. Kein Aufwand, große Wirkung.

6. Krallen und Zwischenzehenräume kontrollieren

Entzündete Zwischenzehenräume (Pododermatitis) sind bei Allergikern häufig und werden oft übersehen. Rötung, Schwellung, bräunliche Verfärbung durch Speichel, das sind die Warnsignale. Halte die Krallen kurz, damit der Hund sich nicht beim Kratzen verletzt.

7. Stressreduktion

Stress kann Juckreiz verstärken, das ist bei Hunden wie bei Menschen. Ausreichend Schlaf (12 bis 14 Stunden bei erwachsenen Hunden), verlässliche Routinen und genug mentale Auslastung können stressbedingte Kratzepisoden reduzieren. Wenn dein Hund sich hauptsächlich abends kratzt, wenn Unruhe einkehrt, kann gezielte Beschäftigung (Schnüffelteppich, robustes Kauspielzeug) Entlastung bringen.

Wann zum Tierarzt? Diese Warnsignale sind ernst

Die Suche nach einem Futter-Auslöser kann bei ernährungsbedingtem Juckreiz ein sinnvoller Schritt sein. Aber nicht jeder Juckreiz ist ernährungsbedingt. Und manche Situationen erfordern professionelle Hilfe, sofort.

Sofort zum Tierarzt bei:

  • Offene, nässende Wunden: Sekundärinfektionen (Bakterien, Hefepilze) gehören medikamentös behandelt. Infizierte Hotspots heilen ohne tierärztliche Behandlung schlecht ab.
  • Flächiger Haarverlust: Wenn das Fell großflächig ausfällt (nicht nur einzelne Kratzer), kann eine hormonelle Ursache (Schilddrüse, Cushing-Syndrom) oder Demodex-Räude dahinterstecken.
  • Schwellungen im Gesicht oder Hals: Mögliche anaphylaktische Reaktion. Notfall.
  • Blutiger Stuhl oder Erbrechen: Deutet auf eine schwere gastrointestinale Reaktion hin, nicht auf ein reines Hautproblem.

Zeitnah zum Tierarzt (innerhalb einer Woche) bei:

  • Juckreiz seit mehr als 2 Wochen ohne Besserung trotz Floh-/Zeckenmittel und Futterwechsel. Hier muss differentialdiagnostisch abgeklärt werden: Milben, Pilz, Autoimmunerkrankung, hormonelle Ursachen.
  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen (3+ pro Jahr): Chronische Otitis ist oft das Symptom eines zugrundeliegenden Allergiegeschehens und keine eigenständige Erkrankung, deshalb lohnt sich die Ursachensuche.
  • Verhaltensänderung: Dein Hund schläft schlecht, ist gereizt oder frisst weniger. Starker Juckreiz drückt auf die Lebensqualität.

Dogs Supreme empfiehlt grundsätzlich, jeden Futterwechsel mit dem Tierarzt abzusprechen, besonders wenn dein Hund bereits Medikamente gegen Juckreiz bekommt. Eine Ernährungsumstellung kann die Medikamentendosis beeinflussen, diese Anpassung gehört in tierärztliche Hände.

Fütterungsplan und Futtermenge

Rohes Frischfutter wird in der Regel nach Körpergewicht bemessen, als Richtwert etwa 2 bis 4 % des Körpergewichts pro Tag, je nach Aktivität und Stoffwechsel. Auf zwei Mahlzeiten aufteilen, morgens und abends. Snacks in die Tagesration einrechnen. Die genaue Menge hängt vom einzelnen Hund ab, beobachte Gewicht und Kotbild und passe an. Im Zweifel berät dich dein Tierarzt.

Futter-Wechsel: Schritt für Schritt

Ein Futterwechsel sollte nie abrupt passieren, sonst reagiert die Verdauung mit Blähungen oder weichem Kot. Der sichere Weg ist eine schrittweise Umstellung über 10 bis 14 Tage. Bei der Suche nach einem Auslöser gilt zusätzlich: durchhalten und keine Ausnahmen, sonst verfälscht jede Abweichung das Bild.

Tag Altes Futter Neues Futter Beobachten
Tag 1 bis 3 75 % 25 % Kot-Konsistenz, Appetit
Tag 4 bis 6 50 % 50 % Blähungen, Geruch
Tag 7 bis 9 25 % 75 % Fellglanz, Energie
Tag 10 bis 14 0 % 100 % Gewicht stabil?

Wenn dein Hund bei der 50/50-Mischung weichen Kot bekommt: einen Schritt zurück, 3 Tage warten, dann erneut steigern. Für eine aussagekräftige Ausschlussdiät plant man gemeinsam mit dem Tierarzt meist 8 Wochen ein, in denen die neue Proteinquelle konsequent durchgehalten wird.

Häufig gestellte Fragen: Hund kratzt sich ständig

Was tun, wenn sich mein Hund ständig kratzt, aber keine Flöhe hat?

Ohne Flöhe kommen mehrere Ursachen infrage: Futtermittelallergie, Umweltallergie (Atopische Dermatitis), trockene Haut oder ein Pilz. Lass die Ursache zuerst tierärztlich abklären. Steht der Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit, ist der sauberste Einstieg ein rohes BARF mit einer einzigen, neuen Proteinquelle wie Kaninchen oder Pferd, getreidefrei und voll deklariert. So siehst du genau, was im Napf ist, und kannst gemeinsam mit dem Tierarzt einen möglichen Auslöser eingrenzen.

Welches Futter eignet sich bei Juckreiz-Verdacht beim Hund?

Ein Futter mit einer einzigen, seltenen Proteinquelle und vollständig offener Deklaration aller Zutaten. Getreidefrei ist ein Pluspunkt, da Weizen einer der häufigsten Auslöser ist. Für die Diagnostikphase brauchst du ein Protein, das dein Hund noch nie gefressen hat, Kaninchen, Pferd oder Rotwild eignen sich dafür. Rohes, tiefgekühltes BARF erfüllt diese Punkte von Natur aus, weil es wenige, klar benannte Zutaten enthält und nicht hocherhitzt wird. Unsere getreidefreien BARF-Sorten mit seltenen Proteinen findest du hier.

Kann Futter den Juckreiz bei Hunden auslösen?

Ja. Futtermittelallergien sind die dritthäufigste Ursache für Juckreiz beim Hund. Das Immunsystem reagiert auf bestimmte Proteine, am häufigsten auf Rind (34 %), Milchprodukte (17 %), Huhn (15 %) und Weizen (13 %). Die Symptome treten ganzjährig auf und betreffen bevorzugt Ohren, Pfoten und Bauch. Der Auslöser lässt sich nur über das Futter eingrenzen, indem man auf eine Sorte ohne das verdächtige Protein wechselt, am besten tierärztlich begleitet.

Warum rohes BARF mit einer Proteinquelle bei Juckreiz-Verdacht?

Weil du bei einem rohen Mono-Protein genau siehst, was im Napf ist. Stark verarbeitetes Trockenfutter hat oft lange, unscharfe Zutatenlisten mit vielen möglichen Auslösern. Rohes BARF mit einer einzigen, klar deklarierten Proteinquelle, ohne Getreide und Füllstoffe, macht die Auslöser-Suche nachvollziehbar. Kaninchen, Pferd oder Rotwild sind als Ausweichproteine geeignet, weil die meisten Hunde sie noch nicht kannten. Die endgültige Diagnose stellt der Tierarzt.

Was mache ich, wenn ich kein Gefrierfach für rohes BARF habe?

Dann ist gereiftes Nassfutter im Glas die ehrlichste verarbeitete Alternative. Es wird schonend zubereitet statt hocherhitzt wie klassisches Dosenfutter, ist voll deklariert, schrankfähig und sofort servierbar. Damit behältst du eine klare, kurze Zutatenliste, die bei der Suche nach einem Auslöser hilft, ohne Platz im Gefrierfach zu brauchen. Ideal für Reise, Sommer oder wenig Stauraum.

Wie lange dauert eine Ausschlussdiät beim Hund?

Eine Ausschlussdiät läuft meist über 8 Wochen, manche Tierärzte planen bis zu 12 Wochen ein. In dieser Zeit bekommt der Hund ausschließlich eine einzige, neue Proteinquelle, auch alle Leckerlis müssen protein-passend sein. Eine einzige Ausnahme reicht, um das Ergebnis zu verfälschen. Beginne mit einer schrittweisen Umstellung über 10 bis 14 Tage und besprich Ablauf und Auswertung mit deinem Tierarzt.

Müssen die Snacks zur Proteinquelle des Futters passen?

Ja, gerade während einer Ausschlussdiät. Wenn das Hauptfutter Kaninchen ist, dürfen auch die Leckerlis nur Kaninchen enthalten. Ein Kaninchen-BARF mit Hühnchen-Snacks macht die Diagnostik zunichte. Geeignet sind luftgetrocknete Trainingswürstchen aus einer einzigen Proteinquelle, passend zum Hauptfutter, sowie fast kalorienfreie Karotten- oder Gurkenstücke. Snacks sollten maximal 10 % der Tageskalorien ausmachen.

Golden Retriever mit glaenzendem gesundem Fell ohne Juckreiz nach erfolgreicher Futterumstellung

Zusammenfassung: Dein Plan gegen ständiges Kratzen

Wenn dein Hund sich ständig kratzt und Parasiten ausgeschlossen sind, ist die Ernährung ein naheliegender Hebel. So gehst du vor:

Schritt 1: Ursache abklären. Geh zuerst zum Tierarzt. Parasiten, Pilz, Umweltallergie und hormonelle Ursachen gehören ausgeschlossen, bevor du am Futter ansetzt.

Schritt 2: Auf eine einzige, neue Proteinquelle umstellen. Rohes, tiefgekühltes BARF mit einem Novel-Protein wie Kaninchen, getreidefrei und voll deklariert, ist der sauberste Einstieg. So siehst du genau, was im Napf ist. Wer kein Gefrierfach hat, nimmt die gereifte Variante im Glas. Alle Leckerlis ebenfalls auf dasselbe Protein umstellen.

Schritt 3: Konsequent durchhalten. Eine Ausschlussdiät braucht meist 8 Wochen ohne Ausnahmen. Führe ein Symptom-Tagebuch und werte gemeinsam mit dem Tierarzt aus.

Unser Futter zum Thema

Tierarzt zuerst, dann klar deklariertes BARF wählen

Wenn dein Hund sich ständig kratzt, gehört die Ursache zuerst tierärztlich abgeklärt, denn Juckreiz hat viele mögliche Gründe. Wer dabei auf eine klare, vollständig deklarierte Zusammensetzung setzen möchte, findet sie in rohem, tiefgekühltem BARF mit einer einzigen Proteinquelle und ohne Getreide, nach unseren eigenen Rezepten exklusiv für Dogs Supreme. Kaninchen ist als Ausweichprotein der sauberste Einstieg. Ob das zu deinem Hund passt, besprichst du am besten mit deinem Tierarzt.

Bei Fragen zum richtigen Futter für deinen Hund: Das Dogs Supreme Team berät dich per E-Mail oder Chat unter kontakt@dogssupreme.de.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie oder andere Hauterkrankungen konsultiere bitte deinen Tierarzt. Dogs Supreme gibt keine Heilversprechen.

Fell-Tipps, die wirklich funktionieren

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Ohren und Pfoten gehören zu den Stellen, an denen sich Futtermittel-Unverträglichkeiten häufig zeigen. Ein Test ist eine Ausschlussdiät mit rohem TK-BARF auf nur einer neuen Proteinquelle wie Kaninchen oder Pferd, komplett ohne Getreide und Füllstoffe. Kratzt sich dein Hund anhaltend an den Ohren, lass das vorab tierärztlich abklären, da auch andere Ursachen dahinterstecken können.

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Die Basis bei empfindlicher Haut ist rohes TK-BARF mit einer neuen Proteinquelle wie Kaninchen, Pferd oder Rotwild, ohne Getreide und Füllstoffe. Ergänzend lassen sich Omega-3-Quellen wie fettreicher Seefisch im BARF-Napf oder ein gutes Lachsöl für Haut und Fell einsetzen. Bei anhaltenden Hautproblemen besprichst du die passende Ergänzung mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

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