Welpenpflege richtig gemacht: Fell, Zähne, Krallen & Baden (2026)
Welpenpflege umfasst Fell bürsten (1-3x pro Woche je nach Felltyp), Zähne putzen (ab der 8. Woche gewöhnen, tägliches Putzen ab Zahnwechsel), Krallen prüfen (alle 2-4 Wochen), Ohren reinigen (wöchentlich kontrollieren) und Baden (frühestens ab 12 Wochen, maximal 1x pro Monat). Früh anfangen, sanft gewöhnen, dann wird Pflege zur Routine statt zum Kampf.
Kausnacks für Welpen ab dem Zahnwechsel
Luftgetrocknete Snacks aus einer einzigen Proteinquelle, ohne Getreide und ohne Zusatzstoffe. Schon kleine Kaueinheiten unterstützen die mechanische Zahnreinigung und machen die Zahnpflege alltagstauglicher, besonders bei Welpen, die das Bürsten noch nicht akzeptieren.
Zu unseren luftgetrockneten Snacks ›Du bürstest deinen Welpen zum ersten Mal. Er zappelt, beißt in die Bürste, rollt sich auf den Rücken und kaut auf deinen Fingern. Drei Minuten später liegt er erschöpft auf deinem Schoß. Mission erfüllt? Nicht ganz, aber der Anfang ist gemacht.
Das Problem bei der Welpenpflege: Viele Besitzer fangen zu spät an. Oder gar nicht, weil „der Welpe das ja noch nicht braucht". Doch. Nicht weil seine Zähne jetzt schon Zahnstein haben, sondern weil er jetzt, zwischen Woche 8 und 16, alles als normal akzeptiert, was regelmäßig passiert. Pfoten anfassen, Ohren kontrollieren, Zähne zeigen lassen. Was du jetzt nicht übst, wird mit 20 Kilo Lebendgewicht zum Ringkampf.
Was gehört zur Welpenpflege? Der Überblick
Welpenpflege hat fünf Bereiche, die alle ab dem Einzug relevant sind, allerdings in unterschiedlicher Intensität je nach Alter:
| Bereich | Ab wann | Wie oft | Produkt-Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Fell bürsten | Sofort (Einzug) | 1-3x pro Woche | Weiche Welpenbürste, Entfilzungskamm bei Langhaar |
| Zähne putzen | Ab Woche 8 (gewöhnen) | Täglich ab Zahnwechsel | Hundezahnbürste + Hundezahnpasta (nie Menschenpasta) |
| Krallen prüfen | Ab Woche 10 | Alle 2-4 Wochen | Krallenzange mit Sicherheitsstopp |
| Ohren reinigen | Ab Einzug | Wöchentlich kontrollieren | RE:CARE Ohrenreiniger |
| Baden | Frühestens 12 Wochen | Max. 1x pro Monat | RE:CARE Hundeshampoo 2-in-1 |
Wichtig: Es geht in den ersten Wochen weniger um die tatsächliche Pflege als um die Gewöhnung. Dein Welpe muss lernen, dass Bürsten, Pfoten anfassen und Maul öffnen keine Bedrohung sind, sondern Teil des Alltags. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) empfiehlt, bereits in der Sozialisierungsphase (Woche 4-16) regelmäßig alle Körperbereiche zu berühren und zu untersuchen.

Wie pflege ich das Fell meines Welpen?
Bürsten statt Baden, das ist die Grundregel der Fellpflege. Wie oft und womit hängt vom Felltyp ab:
| Felltyp | Rassen (Beispiele) | Bürsten | Werkzeug |
|---|---|---|---|
| Kurzhaar | Französische Bulldogge, Mops, Boxer | 1x pro Woche | Gummistriegel oder weiche Bürste |
| Mittellang / Doppelfell | Labrador, Golden Retriever, Beagle | 2-3x pro Woche | Unterfellbürste + Kamm |
| Langhaar | Yorkshire Terrier, Shih Tzu, Havaneser | Täglich | Entfilzungskamm + Slicker Brush |
| Drahthaar | Dackel (Rauhaar), Schnauzer, Terrier | 2x pro Woche + Trimmen | Trimmstein + Bürste |
In den ersten Wochen reicht eine Minute Bürsten, es geht nur um die Gewöhnung. Kein Festhalten, kein Zwang. Bürste kurz, lob viel, hör auf bevor der Welpe unruhig wird. Das baut positives Erleben auf. Ab dem 4.-5. Monat beginnt bei vielen Rassen der Fellwechsel vom Welpenfell zum Erwachsenenfell. Dann muss häufiger gebürstet werden, sonst verfilzt das Unterfell, besonders bei Doppelfell-Rassen wie Golden Retrievern und Huskys.
Zwischen den Pflegesitzungen sind RE:CARE Feuchttücher praktisch für schnelle Zwischenreinigung, nach dem Spaziergang im Matsch, nach dem Fressen, oder wenn der Welpe sich in etwas Undefinierbarem gewälzt hat. Alkoholfrei und pH-neutral, also auch für empfindliche Welpenhaut geeignet.
Ab wann sollte ich meinem Welpen die Zähne putzen?
Ab dem Einzug, aber anfangs nur zum Gewöhnen, nicht zum eigentlichen Putzen. Der Welpe hat mit 8 Wochen noch seine 28 Milchzähne. Die fallen zwischen dem 4. und 7. Monat aus und werden durch 42 bleibende Zähne ersetzt.
Der Gewöhnungsplan:
- Woche 8-12: Finger ins Maul, Zahnfleisch massieren, Lippen hochheben. Jeden Tag 30 Sekunden. Leckerli danach
- Monat 3-4: Fingerzahnbürste mit Hundezahnpasta einführen (Leberwurst- oder Geflügelgeschmack, ja wirklich)
- Ab Monat 7: Wenn die bleibenden Zähne da sind, auf eine richtige Hundezahnbürste wechseln. Tägliches Putzen ist das Ziel
Warum das wichtig ist: Laut der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde (DGT) zeigen über 80 % aller Hunde ab dem dritten Lebensjahr Anzeichen von Zahnerkrankungen. Die Behandlung unter Narkose kostet zwischen 300 und 1.500 Euro. Tägliches Zähneputzen reduziert das Risiko drastisch, und kostet zwei Minuten am Tag.
Menschliche Zahnpasta ist für Hunde giftig (Xylit!). Immer spezielle Hundezahnpasta verwenden. Ergänzend helfen Kauartikel und Dentalsnacks, sie ersetzen das Putzen nicht, genauso wenig wie Kaugummi das Zähneputzen beim Menschen ersetzt. Aber sie unterstützen die mechanische Reinigung und machen die Zahnpflege alltagstauglicher, besonders bei Welpen, die das Zähneputzen noch nicht akzeptieren. Ab dem Zahnwechsel (ca. 4.-7. Monat) können Dentalsnacks täglich zum Einsatz kommen. Übrigens: Wenn der Welpe beim Zahnwechsel Schmerzen hat und deshalb schlecht frisst, das ist normal und kein Grund zur Panik. Unser Artikel Welpe frisst nicht erklärt, wann es sich nur um den Zahnwechsel handelt und wann ein Tierarztbesuch nötig ist.
Wie schneide ich die Krallen meines Welpen?
Viele Welpen brauchen anfangs gar kein Krallenschneiden, wenn sie genug auf Asphalt laufen, schleifen sich die Krallen von selbst ab. Aber: Prüfen solltest du sie trotzdem alle 2-4 Wochen.
Die Faustregel: Wenn die Krallen beim Stehen auf glattem Boden den Boden berühren oder du ein Klackern hörst, zu lang. Dann kürzen.
Bei hellen Krallen siehst du das rosa „Leben" (Blutgefäß) durch. Immer 2 mm davor schneiden. Bei dunklen Krallen: vorsichtig in 1-mm-Schritten kürzen, bis du einen dunklen Punkt in der Mitte der Schnittfläche siehst, dann aufhören. Oder: vom Tierarzt oder Hundefriseur zeigen lassen. Einmal zugucken ist besser als zehn Mal lesen.
Wolfskrallen (Daumen an den Hinterläufen, nicht bei allen Rassen vorhanden) schleifen sich nie ab und müssen immer manuell gekürzt werden. Vergisst man sie, wachsen sie im Kreis und ins Fleisch ein.
Ein praktischer Tipp von uns bei Dogs Supreme: Gewöhne den Welpen von Anfang an daran, dass du seine Pfoten anfasst und die Krallen berührst. Jeden Tag beim Kuscheln kurz die Pfoten halten, die Zehen spreizen, die Krallen drücken, ohne zu schneiden. Wenn der Moment kommt, an dem du tatsächlich kürzen musst, ist es für den Hund nichts Neues. Für die Erstausstattung an Pflegeprodukten haben wir eine komplette Checkliste zusammengestellt.
Wie reinige ich die Ohren meines Welpen?
Wöchentlich kontrollieren, bei Bedarf reinigen. Gesunde Welpenohren sind rosa, trocken und geruchlos. Braunes Sekret, unangenehmer Geruch oder häufiges Kopfschütteln, das sind Alarmzeichen für Ohrinfektionen oder Milben.
Besonders wichtig bei Schlappohren: Französische Bulldoggen, Cocker Spaniel, Basset Hounds und Beagles haben durch die hängende Ohrform weniger Luftzirkulation im Gehörgang. Feuchtigkeit staut sich, Bakterien und Hefen fühlen sich wohl. Bei diesen Rassen empfehlen wir bei Dogs Supreme eine wöchentliche Reinigung mit einem milden Ohrenreiniger.
So geht's: RE:CARE Ohrenreiniger in die Ohrmuschel tropfen, Ohrbasis sanft massieren (du hörst ein „glucksendes" Geräusch, normal), den Hund den Kopf schütteln lassen, dann mit einem weichen Tuch die äußere Ohrmuschel auswischen. Nie mit Wattestäbchen in den Gehörgang, das schiebt Sekret nur tiefer und kann das Trommelfell verletzen.

Wann und wie oft darf ein Welpe gebadet werden?
Frühestens ab 12 Wochen. Und auch dann: so selten wie möglich, so oft wie nötig. Maximal einmal im Monat.
Warum so zurückhaltend? Die Haut des Welpen produziert einen natürlichen Fettfilm, der vor Austrocknung und Umwelteinflüssen schützt. Zu häufiges Baden zerstört diese Schutzschicht. Die Folge: trockene Haut, Juckreiz, Schuppen, und ein Hund, der sich ständig kratzt.
Wenn Baden nötig ist (Matsch, Fuchs-Kot, unidentifizierbare Substanz):
- Lauwarmes Wasser, nie heiß. Babybadewasser-Temperatur
- Hundeshampoo verwenden, kein Menschenshampoo (falscher pH-Wert). Das RE:CARE Hundeshampoo 2-in-1 ist hypoallergen und pH-neutral, entwickelt für empfindliche Welpenhaut
- Gründlich ausspülen, Shampoo-Reste verursachen Juckreiz
- Handtuchtrocknen, kein Föhn (zu heiß, zu laut für Welpen)
- Nach dem Baden: warmer Raum, kein Zug, nicht raus in die Kälte
Zwischen den Bädern: Bürsten entfernt Schmutz und lose Haare effektiver als Wasser. Und für die schnelle Reinigung nach dem Gassi, Pfoten, Bauch, Schnauze, reichen RE:CARE Feuchttücher völlig aus.
Fellwechsel im Frühling: Was Welpenbesitzer wissen müssen
Der Frühling 2026 bringt für viele Welpen den ersten großen Fellwechsel. Zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat verlieren Welpen ihr weiches Babyfell und bilden das dichtere Erwachsenenfell aus. In dieser Phase haaren sie stärker als sonst, die Haut kann empfindlicher reagieren und das Fell verfilzt schneller. Besonders Doppelfell-Rassen wie Golden Retriever, Labrador und Husky produzieren in diesen Wochen erstaunliche Mengen an loser Unterwolle.
Was hilft: Häufiger bürsten (bei Langhaar täglich), eine weiche Unterfellbürste statt der normalen Welpenbürste verwenden und die Ernährung im Blick behalten. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aus klar deklarierten Ölen sind ein häufig genannter Baustein in der Diskussion um Haut und Fell, weshalb ein Blick auf die Zutatenliste des Futters sich lohnt.
Drei Anzeichen, dass der Fellwechsel eingesetzt hat: Erstens, beim Bürsten lösen sich große Mengen feines Welpenhaar. Zweitens, das Fell fühlt sich am Rücken rauer und dichter an als am Bauch. Drittens, dein Welpe kratzt sich häufiger als gewohnt, obwohl kein Parasitenbefall vorliegt. Wenn du unsicher bist, ob es sich um normalen Fellwechsel oder ein Hautproblem handelt: Ein kurzer Check beim Tierarzt bringt Klarheit.
Häufig gestellte Fragen
Ab wann muss ich meinen Welpen pflegen?
Ab dem ersten Tag. Nicht weil der Welpe jetzt schon intensive Pflege braucht, sondern weil die Sozialisierungsphase (Woche 4-16) das Zeitfenster ist, in dem er neue Erfahrungen am besten akzeptiert. Täglich 1-2 Minuten: Pfoten anfassen, Ohren kontrollieren, kurz bürsten. Was jetzt zur Routine wird, bleibt ein Leben lang entspannt.
Wie oft sollte man einen Welpen baden?
Maximal einmal pro Monat, frühestens ab 12 Wochen. Zu häufiges Baden zerstört den natürlichen Schutzfilm der Haut und kann zu Trockenheit und Juckreiz führen. Im Alltag reicht Bürsten, das entfernt Schmutz, lose Haare und verteilt die natürlichen Hautöle im Fell. Bei punktueller Verschmutzung sind Feuchttücher die bessere Wahl als die Badewanne.
Kann ich normales Shampoo für meinen Welpen verwenden?
Nein. Menschenshampoo hat einen pH-Wert von ca. 5,5, Hundehaut liegt bei 7,0-7,5. Menschenshampoo ist zu sauer und greift die Hautbarriere an. Babyshampoo ist besser, aber immer noch nicht ideal. Am sichersten: ein pH-neutrales Hundeshampoo ohne Parfüm, Parabene und Silikone. Bei Welpen mit empfindlicher Haut hypoallergene Varianten wählen.
Mein Welpe lässt sich nicht bürsten, was tun?
Nicht festhalten und durchbürsten, das verstärkt den Widerstand. Stattdessen: ganz kurze Einheiten (10-20 Sekunden), danach sofort belohnen. Langsam steigern. Wenn der Welpe die Bürste attackiert, erst mit der Hand über das Fell streichen, dann die Bürste kurz dazunehmen. Manche Welpen akzeptieren eine weiche Silikonbürste besser als eine Drahtbürste. Geduld schlägt Kraft, immer.
Welche Pflegeprodukte brauche ich für meinen Welpen?
Die Grundausstattung: eine weiche Welpenbürste (keine Drahtbürste für junge Hunde), eine Hundezahnbürste mit Welpen-Zahnpasta, eine Krallenzange mit Sicherheitsstopp und einen milden Ohrenreiniger. Beim Shampoo: pH-neutral, ohne Duftstoffe, speziell für Hunde. Feuchttücher für die schnelle Reinigung nach dem Spaziergang. Alles andere, Entfilzungskamm, Zahnpflege-Snacks, Pfotenbalsam, kommt später dazu, wenn du weißt, was dein Welpe tatsächlich braucht.

Fazit
Welpenpflege ist kein Wellness-Programm, es ist Gesundheitsvorsorge. Wer ab dem Einzug täglich ein paar Minuten in Fell, Zähne, Krallen und Ohren investiert, spart sich später teure Tierarztbesuche und stressige Narkose-Behandlungen. Der Trick: Früh anfangen, kurz halten, immer positiv abschließen. Ein Hund, der gelernt hat, dass Pflege normal ist, wird auch beim Tierarzt deutlich entspannter sein, und das macht Untersuchungen einfacher, schneller und günstiger.
Die komplette Liste, was du vor dem Welpen-Einzug besorgen solltest, inklusive Pflegeprodukte, findest du in unserer Erstausstattung-Checkliste. Für die richtige Ernährung, die Haut und Fell von innen unterstützt, hilft unser Welpenfutter Ratgeber 2026. Und wann welche Impfungen anstehen, steht im Welpen-Impfplan.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten konsultiere bitte deinen Tierarzt.
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