Mops Komplett-Guide 2026: Charakter, Gesundheit, Pflege & Ernährung
Der Mops ist eine der beliebtesten Hunderassen Deutschlands, und eine der umstrittensten. Liebevoll, anhänglich und mit einem unverwechselbaren Charakter ausgestattet, hat der Mops seit Jahrhunderten Herzen erobert. Doch seine markante Kurzschnäuzigkeit bringt gesundheitliche Herausforderungen mit sich, die jeder Besitzer kennen sollte. Dieser Komplett-Guide zeigt dir alles über den Mops 2026: Charakter, Gesundheit, Ernährung, Pflege und was du wirklich wissen musst, bevor du dich für diese Rasse entscheidest. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Mops-Pflege.
Rasseporträt: Der Mops auf einen Blick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Ursprung | China (ca. 2.000 Jahre alt), über die Niederlande nach Europa |
| FCI-Gruppe | Gruppe 9. Gesellschafts- und Begleithunde |
| Größe | 25-33 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | 6-8 kg (Idealgewicht), häufig übergewichtig |
| Fell | Kurz, glatt, dicht. Farben: Silber, Apricot, Fawn, Schwarz |
| Lebenserwartung | 12-15 Jahre (bei guter Gesundheit) |
| Charakter | Fröhlich, charmant, eigensinnig, menschenbezogen |
| Bewegungsbedarf | Moderat, 2x 20-30 Min. täglich |
| Geeignet für | Familien, Senioren, Stadtbewohner, Ersthundebesitzer |

Geschichte: Vom kaiserlichen Palast ins Wohnzimmer
Die Geschichte des Mops reicht über 2.000 Jahre zurück. Ursprünglich in China als Begleithund des Kaiseradels gezüchtet, galten Möpse als Statussymbol der Oberschicht. Im 16. Jahrhundert brachten niederländische Händler die Rasse nach Europa, wo sie schnell die Herzen des europäischen Adels eroberte.
In den Niederlanden wurde der Mops zum Nationalhund, nachdem ein Mops namens Pompey das Leben von Wilhelm von Oranien gerettet haben soll, indem er ihn vor einem nächtlichen Überfall warnte. Auch Queen Victoria war eine begeisterte Mops-Züchterin und trug wesentlich zur Popularisierung der Rasse in England bei.
Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich der Mops vom Aristokraten-Hund zum Familienhund für alle. Seine kompakte Größe, sein unkompliziertes Wesen und sein ausdrucksstarkes Gesicht machten ihn zum idealen Begleiter für das Stadtleben. Heute gehört der Mops in Deutschland, Großbritannien und den USA zu den Top 20 der beliebtesten Rassen.
Charakter und Wesen: Mehr Persönlichkeit als Hund
Wer einen Mops kennt, weiß: Diese Rasse hat Charakter. Und zwar jede Menge davon.
Stärken
- Menschenbezogen wie kaum eine andere Rasse, der Mops will bei dir sein, immer und überall. Er ist kein Hund für den Garten, sondern ein Hund für die Couch (und dein Bett, und dein Homeoffice)
- Humorvoll und charmant. Möpse sind natürliche Entertainer. Ihre Mimik, ihre Geräusche, ihre Art sich zu bewegen, alles an ihnen bringt dich zum Lachen
- Kinderfreundlich, geduldig, nicht aggressiv, robust genug zum Spielen. Einer der besten Familienhunde überhaupt
- Anpassungsfähig, ob Stadtwohnung oder Landhaus, Einzelperson oder Großfamilie, der Mops passt sich an
- Geringer Jagdtrieb, du musst dir keine Sorgen machen, dass dein Mops einem Hasen hinterherjagt. Dafür ist er zu... pragmatisch
Herausforderungen
- Eigensinnig. Möpse sind intelligent, aber sie haben ihren eigenen Kopf. „Sitz“ versteht er perfekt. Ob er es macht, ist eine andere Frage
- Trennungsangst, als extrem menschenbezogene Rasse leidet der Mops, wenn er allein gelassen wird. Längere Abwesenheiten müssen langsam trainiert werden
- Geräuschkulisse. Schnarchen, Grunzen, Schniefen, Schmatzen. Ein Mops ist kein leiser Mitbewohner. Das gehört dazu und hat seinen eigenen Charme
- Futterneid, die meisten Möpse fressen alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Das macht Übergewicht zur größten Alltagsgefahr
Typisch Mops: Er wird dir beim Kochen folgen, dir beim Fernsehen den Platz streitig machen, neben dir schnarchen, während du arbeitest, und dich mit einem Blick ansehen, der gleichzeitig sagt: „Ich liebe dich“ und „Hast du noch was zu essen?“ Das ist kein Hund, das ist ein Mitbewohner mit Fell.
Gesundheit: Was du unbedingt wissen musst
Die Gesundheit ist das Thema beim Mops. Seine Beliebtheit hat leider zu einer Zucht geführt, die Aussehen über Funktion gestellt hat, mit Konsequenzen, die jeder verantwortungsvolle Besitzer kennen sollte.
Brachycephales Obstruktives Atemwegssyndrom (BOAS)
Das größte Gesundheitsthema beim Mops. Die verkürzte Schnauze führt zu verengten Atemwegen, was bedeutet:
- Erschwertes Atmen, besonders bei Hitze und Anstrengung
- Schnarchen und Röcheln (auch im Wachzustand)
- Eingeschränkte Thermoregulation, der Mops kann nicht so effizient hecheln wie langschnäuzige Rassen
- Erhöhtes Risiko für Hitzeschlag im Sommer
Was du tun kannst:
- Tierarzt-Check: BOAS-Schweregrad beurteilen lassen (Grad 1-3). Bei Grad 2-3 kann eine OP die Lebensqualität massiv verbessern
- Gewicht halten: Jedes Gramm zu viel verschlimmert die Atemprobleme
- Hitze meiden: Ab 22-24 °C wird es für Möpse kritisch. Gassi nur morgens und abends
- Geschirr statt Halsband: Ein Halsband drückt auf die ohnehin belastete Trachea. Ein Geschirr verteilt den Zug auf Brust und Rücken
Augenprobleme
Die großen, hervorstehenden Augen des Mops sind charmant, aber empfindlich:
- Hornhautverletzungen durch die exponierte Position (Gras, Äste, andere Hunde)
- Trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca), die Augen produzieren zu wenig Tränenflüssigkeit
- Entropium, das Lid rollt nach innen und die Wimpern reizen die Hornhaut
- Pigmentkeratitis, dunkle Flecken auf der Hornhaut als Stressreaktion
Vorsorge: Tägliche Augenkontrolle, bei Rötung oder Trübung sofort zum Tierarzt. Spezielle Augentropfen können Trockenheit lindern (Tierarzt fragen).
Hautfalten-Infektionen
Die charakteristischen Gesichtsfalten des Mops sind ein Brutgebiet für Bakterien und Hefepilze, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden. Besonders die tiefe Nasenfalte ist anfällig für:
- Intertrigo (Falten-Dermatitis), gerötete, nässende, unangenehm riechende Haut in den Falten
- Hefepilz-Infektionen (Malassezia)
- Bakterielle Sekundärinfektionen
Vorsorge: Falten 2-3x pro Woche mit einem feuchten Tuch reinigen und anschließend gründlich trocknen. Bei Rötung oder Geruch: Tierarzt.
Übergewicht, die stille Gefahr
Möpse gehören zu den Rassen mit dem höchsten Risiko für Übergewicht. Übergewicht ist beim Mops besonders gefährlich, weil es:
- Die ohnehin eingeschränkte Atmung weiter verschlechtert
- Gelenke belastet (Patellaluxation, Hüftprobleme)
- Das Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen erhöht
- Die Lebenserwartung um 2-3 Jahre verkürzen kann
Idealgewicht: 6-8 kg. Du solltest die Rippen leicht ertasten (nicht sehen!) können. Wenn du von oben schaust, sollte eine Taille erkennbar sein. Bei Unsicherheit: Tierarzt fragen.
Weitere Gesundheitsthemen
- Patellaluxation, die Kniescheibe springt aus der Führungsrinne (häufig bei kleinen Rassen)
- Hemivertebrae. Fehlbildungen der Wirbelsäule, bedingt durch die Korkenzieherrute
- Mops-Enzephalitis (PDE), eine rassetypische, entzündliche Hirnerkrankung. Selten, aber ernst
- Allergien. Möpse neigen zu Futtermittel- und Umweltallergien
Wichtig: Kaufe niemals einen Mops ohne den Gesundheitsstatus der Elterntiere zu kennen. Ein seriöser Züchter testet auf BOAS, Patellaluxation, Augenerkrankungen und PDE. Und: Ein Mops mit längerer Nase (Retromops/Altdeutscher Mops) atmet besser. Die Zucht bewegt sich in die richtige Richtung, unterstütze sie.
Ernährung: Was der Mops wirklich braucht
Die Ernährung ist beim Mops entscheidend, nicht nur für die Gesundheit, sondern vor allem für das Gewicht. Ein Mops, der 1 kg zu viel wiegt, hat proportional so viel Übergewicht wie ein Mensch mit 10 kg zu viel. Dazu kommt die rassetypische Neigung zu Futtermittelunverträglichkeiten. Beides spricht für eine einfache, ehrliche Futter-Basis mit wenigen, klar benannten Zutaten.
Grundregeln der Mops-Ernährung
- Strenge Portionskontrolle, wiege das Futter ab, schätze nicht. Möpse sind Meister im Betteln und fressen immer „noch ein bisschen“
- Hochwertiges, klar deklariertes Protein, mindestens 25-30 % tierisches Protein aus einer benannten Quelle. Kein Futter mit Getreide als Hauptzutat und keine unspezifischen „tierischen Nebenerzeugnisse“
- Moderate Fettmenge, 10-15 % Fett reichen. Möpse sind keine Schlittenhunde
- Empfindliche Verträglichkeit, viele Möpse reagieren auf Weizen, Mais oder bestimmte Proteinquellen. Eine einzige, neue Proteinquelle macht die Fütterung nachvollziehbar. Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit zuerst den Tierarzt fragen
- Hoher Feuchtegehalt hilft, frisches Futter mit viel Feuchtigkeit sättigt bei gleichem Volumen mit weniger Kalorien als trockene Kroketten. Genau das richtige Prinzip für eine Rasse, die zum Übergewicht neigt
Warum rohes BARF die unkomplizierte Basis für den Mops ist
Stark verarbeitetes, hocherhitztes Trockenfutter mit langer, unklarer Zutatenliste macht es einem empfindlichen Mops nicht leichter: Je mehr Komponenten, Füllstoffe und Verarbeitungsschritte, desto mehr potenzielle Auslöser für Unverträglichkeiten. Rohes BARF dreht das Prinzip um: wenige, klar benannte Zutaten, kein Erhitzungsschritt, nichts Verstecktes. Für einen Mops, bei dem Gewicht und Verträglichkeit die beiden Dauerthemen sind, ist das die ehrlichste Wahl.
- Eine klar deklarierte Proteinquelle: Ein roher Mix aus nur einer Quelle, etwa Kaninchen, das die meisten Möpse noch nicht kannten, macht die Fütterung nachvollziehbar und ist mager.
- Keine Füllstoffe, kein Getreide: Weizen, Mais und unspezifische Nebenerzeugnisse fallen komplett weg. Weniger Reizpotenzial für einen empfindlichen Magen.
- Weiche, fein strukturierte Konsistenz: Gewolftes Frischfutter nimmt der Mops trotz kurzer Schnauze gut auf, ohne große Kroketten zu schlingen.
- Volle Transparenz und Portionskontrolle: Du siehst, was im Napf liegt, und kannst die Ration grammgenau abwiegen. Beim Mops ist das Gold wert.
Unser rohes, tiefgekühltes BARF entsteht nach unseren eigenen Rezepten in einer echten Manufaktur, hergestellt von Metzgermeister Thomas Schurig in Plauen, Sachsen, und ist in dieser Form nur bei uns erhältlich. Für einen Mops, der zu Übergewicht und Unverträglichkeiten neigt, ist ein mageres Einzelprotein wie Kaninchen der klarste Einstieg.
Unsere Empfehlung für den Mops
BARF-Mix Kaninchen, tiefgekühlt
Eine einzige, klar deklarierte und magere Proteinquelle, die die meisten Möpse noch nicht kannten. Muskelfleisch, Innereien und Gemüse vorkombiniert, gewolft und ohne Getreide. Roh, frisch, nach unserem eigenen Rezept, nur bei uns.
Hygiene beim Rohfüttern: Tiefkühlware durchgehend kühl halten und im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur. Napf, Flächen und Hände nach jeder Mahlzeit gründlich reinigen. In Haushalten mit immungeschwächten Personen, Schwangeren oder Kleinkindern die Rohfütterung vorab ärztlich abklären (Hinweis des BVL, 2022).
Richtwerte zur Futtermenge (erwachsener Mops, normalaktiv):
| Gewicht | Aktivität normal | Senior/Übergewicht |
|---|---|---|
| 6 kg | 120-180 g | 100-150 g |
| 7 kg | 140-210 g | 115-175 g |
| 8 kg | 160-240 g | 130-200 g |
Richtwerte für rohes Frischfutter (ca. 2 bis 3 % des Körpergewichts, beim leicht übergewichtigen Mops eher am unteren Rand). Auf zwei Mahlzeiten pro Tag aufteilen, morgens und abends. Leckerlis in die Tagesration einrechnen. Die genaue Menge hängt vom einzelnen Hund ab, beobachte Gewicht und Kotbild und passe an. Im Zweifel berät dein Tierarzt.
Kein Gefrierfach? Die gereifte Variante im Glas
Rohes Tiefkühl-BARF ist eine besonders nährstoffschonende Basis, weil nichts erhitzt wird. Es braucht aber Platz im Gefrierfach und etwas Planung beim Auftauen. Wenn das nicht in deinen Alltag passt, etwa auf Reisen, im Sommer oder bei wenig Platz, ist unser gereiftes Nassfutter im Glas die ehrlichste verarbeitete Alternative: Es entsteht durch ein patentiertes, natürliches Fermentationsverfahren (EU-Patent EP 4 014 751) statt durch Hocherhitzung wie bei Dosenfutter. Voll deklariert, mit weicher Konsistenz für die kurze Schnauze. Es ist schrankfähig und sofort servierbar. Zum gereiften Nassfutter im Glas.
Pflege: Weniger Aufwand, als du denkst
Die Mops-Pflege ist überschaubar, mit einer wichtigen Ausnahme: den Falten. Hier ist dein Pflege-Fahrplan:
Faltenpflege (2-3x pro Woche)
- Feuchtes Tuch oder spezielle Falten-Reinigungstücher
- Vorsichtig in jede Falte gehen, besonders die tiefe Nasenfalte
- Gründlich trocknen. Feuchtigkeit in den Falten = Infektionsrisiko
- Bei Bedarf: Zinksalbe oder spezielle Faltencreme (Tierarzt fragen)
Fellpflege (1x pro Woche)
Möpse haben kurzes Fell, aber sie haaren erstaunlich viel. Regelmäßiges Bürsten mit einem Gummi-Striegel oder einer Ausbürstbürste reduziert die Haare auf deiner Couch erheblich. Im Fellwechsel (Frühling/Herbst) am besten täglich bürsten.
Augenpflege (täglich)
Kurze Kontrolle: Sind die Augen klar? Kein Ausfluss, keine Rötung? Mit einem feuchten, fusselfreien Tuch vorsichtig Sekret aus den Augenwinkeln entfernen.
Krallenpflege (alle 3-4 Wochen)
Möpse laufen weniger als sportliche Rassen, weshalb die Krallen sich nicht so stark ablaufen. Regelmäßiges Kürzen beugt Fehlstellungen und Schmerzen vor.
Zahnpflege (3x pro Woche)
Kleine Rassen neigen zu Zahnproblemen. Zahnbürste und Hunde-Zahnpasta oder Zahnpflege-Snacks. Ab dem 3. Lebensjahr: jährliche Zahnkontrolle beim Tierarzt.
Geschirr statt Halsband: Warum das beim Mops Pflicht ist
Beim Mops gibt es keine Diskussion: Geschirr ist Pflicht, Halsband ist tabu.
Der Grund ist simpel: Der Mops hat bereits eingeengte Atemwege durch seine Brachycephalie. Ein Halsband, das bei Zug auf die Trachea (Luftröhre) drückt, verschlimmert diese Problematik massiv. Im schlimmsten Fall kann ein Halsband bei einem Mops zu akuter Atemnot führen.
Worauf du beim Mops-Geschirr achten solltest:
- Y-Form: Der Brustgurt verläuft zwischen den Vorderbeinen und verteilt den Zug auf Brustbein und Rücken, nicht auf den Hals
- Atmungsaktives Material: Mesh-Gewebe statt schweres Nylon. Möpse überhitzen leicht, das Geschirr sollte Luft durchlassen
- Leichtgewicht: Je weniger Gewicht am Körper, desto weniger zusätzliche Wärme
- Clip-Verschluss: Kein Overhead-Design, bei dem du das Geschirr über den Kopf ziehen musst. Möpse mögen das nicht, und es drückt auf die empfindlichen Augen
- Reflektoren: Für sichere Abendspaziergänge, gerade im Winter, wenn es früh dunkel wird
Ein gutes Geschirr für den Mops kostet zwischen 35 und 50 €. Für den Sommer ist ein spezielles Kühlgeschirr eine sinnvolle Ergänzung, es kühlt durch Verdunstung und hilft dem Mops bei der Thermoregulation.

Bewegung und Training: Das richtige Maß finden
Der Mops ist kein Sportler, aber er ist auch kein Couchpotato (auch wenn er einen überzeugend gibt). Regelmäßige, moderate Bewegung hält ihn fit, schlank und geistig ausgelastet.
Bewegungsplan für den erwachsenen Mops
| Aktivität | Dauer/Häufigkeit | Hinweis |
|---|---|---|
| Spaziergang | 2x 20-30 Min. täglich | Morgens + abends, Schatten bevorzugen |
| Spielzeit | 10-15 Min. täglich | Kurze Sessions, nicht bei Hitze |
| Schnüffelspiele | 5-10 Min. täglich | Geistige Auslastung ohne Überanstrengung |
| Training | 2-3x 5 Min. pro Woche | Kurze Einheiten, viel Belohnung |
Wichtig: Achte auf die Temperatur. Ab 22-24 °C wird es für Möpse kritisch. Im Sommer gilt: Nur morgens und abends raus, tagsüber drinnen bleiben. Möpse können nicht so effizient hecheln wie langschnäuzige Rassen. Ihre verkürzte Schnauze macht die Kühlung über die Atemwege deutlich weniger effektiv.
Training: Mit Humor und Geduld
Möpse sind intelligent, aber eigensinnig. Das klassische „Sitz-Platz-Fuß“ lernen sie schnell, ob sie es auch ausführen, hängt davon ab, was du ihnen dafür anbietest.
Trainingstipps für Möpse:
- Positive Verstärkung: Leckerlis funktionieren beim Mops wie sonst bei kaum einer Rasse. Aber: Kalorien der Leckerlis von der Tagesration abziehen! Am besten kleine, magere Trainingshäppchen aus einer Proteinquelle, passend zum Hauptfutter
- Kurze Einheiten: 5 Minuten sind perfekt. Nach 10 Minuten schaltet der Mops mental ab
- Konsequenz: Was einmal gilt, gilt immer. Möpse testen Grenzen charmant, aber hartnäckig
- Kein Drill: Strenge und Lautstärke funktionieren beim Mops nicht. Er wird beleidigt und unkooperativ
Der Mops als Familienhund
Wenn es eine Rasse gibt, die wie geschaffen für Familien ist, dann der Mops. Und das sind keine leeren Worte, es gibt handfeste Gründe:
- Geduld mit Kindern: Möpse tolerieren Gezerre, lautes Spielen und die manchmal ungeschickte Zuneigung von Kleinkindern besser als die meisten Rassen
- Keine Aggression: Möpse sind genetisch auf Gesellschaft gezüchtet, nicht auf Wachsamkeit oder Verteidigung. Aggressives Verhalten ist extrem selten
- Verträglich mit anderen Tieren: Die meisten Möpse kommen gut mit Katzen, anderen Hunden und sogar Kleintieren zurecht
- Pflegeleicht im Alltag: Kein extremer Bewegungsdrang, kein Jagdtrieb, keine Zerstörungswut bei Langeweile
- Kompakte Größe: Ideal für Stadtwohnungen. Kein Garten nötig, solange die Spaziergänge stimmen
Aber: Erkläre Kindern, dass der Mops kein Spielzeug ist. Seine Augen sind empfindlich, sein Rücken soll nicht übermäßig belastet werden, und seine Atemwege brauchen Respekt. Kinder ab 6 Jahren können lernen, den Mops richtig zu tragen (eine Hand unter der Brust, eine unter dem Po) und seine Ruhepausen zu akzeptieren.
Mops und Mehrhundehaltung: Viele Mops-Besitzer entscheiden sich irgendwann für einen zweiten Hund, und das kann eine hervorragende Idee sein. Möpse sind gesellig und profitieren von einem Hundekumpel, besonders wenn du tagsüber arbeiten musst. Die Kombination Mops + Mops funktioniert oft am besten, aber auch mit anderen kleinen, nicht zu energischen Rassen harmonieren Möpse gut. Wichtig: Der zweite Hund sollte ein ähnliches Energielevel haben.
Kosten: Was ein Mops wirklich kostet
Die Anschaffung ist nur der Anfang. Hier ist eine realistische Kostenübersicht:
| Kostenart | Betrag | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Anschaffung (seriöser Züchter) | 1.500-2.500 EUR | Einmalig |
| Erstausstattung (Geschirr, Napf, Bett, Spielzeug) | 200-400 EUR | Einmalig |
| Futter (hochwertig) | 50-80 EUR | Monatlich |
| Tierarzt (Vorsorge, Impfungen) | 200-400 EUR | Jährlich |
| Versicherung (OP + Haftpflicht) | 30-60 EUR | Monatlich |
| Pflege (Krallen, Augen, Falten) | 20-40 EUR | Monatlich |
| Gesamt 1. Jahr | ca. 3.500-5.500 EUR | |
| Folgejahre | ca. 1.200-2.200 EUR | Jährlich |
Nicht eingerechnet: Mögliche BOAS-OP (1.500-3.000 EUR), Augen-OPs, Zahnsanierungen oder andere rassetypische Behandlungen. Eine gute OP-Versicherung ist beim Mops keine Luxus-Ausgabe, sondern eine Notwendigkeit.
Mops kaufen: Worauf du achten musst
Die Wahl des richtigen Züchters ist beim Mops wichtiger als bei fast jeder anderen Rasse. Der Grund: Unseriöse Zucht hat die Gesundheitsprobleme des Mops massiv verschärft.
Zeichen eines seriösen Mops-Züchters:
- VDH/FCI-Mitgliedschaft oder anerkannter Rassezuchtverein
- Gesundheitstests der Elterntiere: BOAS-Grad, Patellaluxation, Augenuntersuchung, PDE-DNA-Test
- Möpse mit längerer Nase (Retromops-Einkreuzung), ein Zeichen moderner, gesundheitsorientierter Zucht
- Welpen werden frühestens mit 8 Wochen abgegeben, gechipt, geimpft, entwurmt
- Du darfst die Elterntiere sehen und ihren Atemzustand beurteilen
- Der Züchter stellt Fragen an dich, wer seine Welpen jedem verkauft, ist kein guter Züchter
Finger weg bei:
- Welpen unter 800 EUR (deckt nicht mal die Gesundheitstests)
- „Seltene Farben“ (Merle, Brindle bei Möpsen = Qualzucht-Kreuzungen)
- Online-Anzeigen ohne Besichtigung
- Züchter, die keine Papiere vorlegen können
Alternative: Erwäge die Adoption eines Mops aus dem Tierschutz. Mops-Rettungsorganisationen vermitteln Möpse, die ein neues Zuhause suchen. Adoptierte Möpse sind oft schon stubenrein, sozialisiert und dankbare Begleiter.
Mops-Mythen: Was stimmt und was nicht
| Mythos | Wahrheit |
|---|---|
| „Möpse sind dumm“ | Falsch. Sie sind intelligent, aber eigensinnig. Das sieht manchmal gleich aus, ist es aber nicht. |
| „Möpse brauchen keine Bewegung“ | Falsch. Sie brauchen moderate, regelmäßige Bewegung. Ohne werden sie übergewichtig und krank. |
| „Möpse sind Qualzucht“ | Teilweise. Extrem kurzschnäuzige Möpse haben Gesundheitsprobleme. Retromöpse mit längerer Nase sind ein gesunder Kompromiss. |
| „Möpse können nicht schwimmen“ | Stimmt meistens. Ihre Körperform macht Schwimmen schwierig und gefährlich. Immer Schwimmweste und Aufsicht. |
| „Möpse stinken“ | Nur bei mangelnder Faltenpflege. Regelmäßige Reinigung = kein Geruch. |

Fazit: Der Mops, ein Hund mit Seele
Der Mops ist kein perfekter Hund. Er hat gesundheitliche Einschränkungen, er schnarcht, er haart, er bettelt um Futter und er wird dich mit seiner Sturheit manchmal zur Verzweiflung treiben.
Aber er ist ein Hund, der dich bedingungslos liebt. Der sich an dich kuschelt, wenn du traurig bist. Der dich mit seinem komischen Watschelgang zum Lachen bringt. Der für dich da ist, immer, egal was passiert.
Wenn du bereit bist, auf seine Gesundheit zu achten, sein Gewicht zu kontrollieren, seine Falten zu pflegen und ihm das richtige Geschirr zu geben, dann ist der Mops einer der loyalsten, charmantesten und liebenswertesten Begleiter, die du dir vorstellen kannst.
Achte auf verantwortungsvolle Zucht, investiere in gute Tierarztvorsorge und genieße jeden Tag mit deinem Mops. Er wird es dir mit einem Blick danken, der mehr sagt als tausend Worte.
Weiterführende Artikel
Alles zur optimalen Mops-Ernährung findest du in unserem Mops Ernährungs-Guide 2026.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten konsultiere bitte deinen Tierarzt.
Unser Futter zum Thema
Die unkomplizierte Futter-Basis für deinen Mops
Beim Mops sind Gewicht und Verträglichkeit die beiden Dauerthemen, deshalb klärst du die genaue Ration am besten mit deinem Tierarzt. Eine unkomplizierte Basis ist rohes, tiefgekühltes BARF aus einer mageren Proteinquelle wie Kaninchen: portionsweise auftauen und füttern, ganz ohne Kochen, und für Reise oder fehlendes Gefrierfach gibt es das gereifte Nassfutter im Glas. Beides bekommst du nach unseren eigenen Rezepten, hergestellt von Metzgermeister Thomas Schurig in eigener Manufaktur in Plauen, Sachsen, und in dieser Form nur bei uns.
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