Futter Mischling 2026: Trockenfutter, Nassfutter & Tipps
Das Beste, was Du Deinem Mischling in den Napf geben kannst, ist frisches, rohes Fleisch mit einer klar deklarierten Proteinquelle, ohne Getreide, ohne Füllstoffe, ohne künstliche Zusätze: BARF. Weil jeder Mischling anders ist, steuerst Du die Auswahl nicht über die Rasse, sondern über Körpergröße, Aktivität und Verträglichkeit. Welcher unserer rohen BARF-Mixe zu Deinem Hund passt, liest Du hier.
Welches Futter ist gut für meinen Mischling? Die Frage klingt simpel, die Antwort ist es nicht, weil jeder Mischling anders ist. Dein Labrador-Schäferhund-Mix mit 30 kg braucht eine andere Ration als der Dackel-Terrier-Mix der Nachbarin mit 8 kg. Rassen-spezifische Futterguides helfen hier nicht weiter. Was hilft: ein klarer Weg über Gewicht, Aktivität und Verträglichkeit, und eine Futterbasis, bei der Du genau siehst, was drin ist. Genau dafür haben wir unsere eigenen BARF-Rezepte entwickelt.
Warum rohes BARF die beste Basis für den Mischling ist
Stark verarbeitetes Trockenfutter mit langer, unklarer Zutatenliste macht es niemandem leichter, schon gar nicht einem Hund mit empfindlichem Magen oder unbekannter Vorgeschichte. Je mehr Komponenten, Füllstoffe und Verarbeitungsschritte, desto mehr potenzielle Auslöser und desto weniger weißt Du, was wirklich im Napf liegt. Rohes BARF dreht das Prinzip um: wenige, klar benannte Zutaten, kein Erhitzungsschritt, nichts Verstecktes.
- Klar deklarierte Proteinquelle: Du weißt genau, welches Fleisch im Napf liegt. Gerade bei einem Mischling mit unbekannter Vorgeschichte ist das Gold wert, weil Du mögliche Auslöser deutlich leichter eingrenzen kannst, statt zwischen einem Dutzend Zutaten zu raten.
- Keine Füllstoffe, kein Getreide: Weizen, Mais und unspezifische Nebenerzeugnisse fallen weg.
- Volle Transparenz: Muskelfleisch, Innereien und Gemüse stehen einzeln auf der Liste, nicht hinter Sammelbegriffen.
- Passt für jede Größe: Vom kleinen Mini-Mischling bis zum schweren, aktiven Hund regelst Du die Versorgung schlicht über die Portion, nicht über ein anderes Produkt.
Unser rohes, tiefgekühltes BARF entsteht nach unseren eigenen Rezepten und ist in dieser Form nur bei uns erhältlich. Für die meisten Mischlinge mit normalem Magen ist ein roher Rind-Mix der unkomplizierte Allrounder. Wer einen empfindlichen Hund oder einen Tierschutz-Mischling mit unbekannten Auslösern hat, startet besser mit einem Einzelprotein wie Kaninchen, Pferd oder Rotwild.
Unsere Empfehlung für den Mischling
BARF-Mix Rind, tiefgekühlt
Der unkomplizierte Allrounder für den typischen Mischling mit gesundem Magen. Muskelfleisch, Innereien und Gemüse vorkombiniert, gewolft und ohne Getreide. Die Menge regelst Du einfach über die Portion, vom kleinen bis zum großen Hund. Roh, frisch, nach unserem eigenen Rezept, nur bei uns.

Wie finde ich das richtige Futter für meinen Mischling?
Nicht über die vermutete Rasse, sondern über drei Faktoren: Körpergröße, Aktivität und Verträglichkeit. In dieser Reihenfolge. Bei rohem BARF bleibt die Rezeptur dabei gleich, Du steuerst nur Menge und Proteinquelle.
Schritt 1: Größenklasse bestimmen
Die Körpergröße ist der wichtigste Faktor, wichtiger als Alter, Optik oder ob Dein Hund mehr nach Vater oder Mutter geraten ist. Sie entscheidet vor allem über die Portion.
| Endgewicht | Größenklasse | BARF-Empfehlung | Portion |
|---|---|---|---|
| Bis 10 kg | Mini | Roher BARF-Mix in kleinen Portionen, alternativ gereiftes Glas | Klein, mehrere kleine Mahlzeiten |
| 10-25 kg | Medium | Roher tiefgekühlter BARF-Mix (z.B. Rind), gereiftes Glas als Alltags-Alternative | Mittel, zwei Mahlzeiten |
| 25-45 kg | Maxi | Roher BARF-Mix TK in größeren Mengen, z.B. Rind | Groß, zwei Mahlzeiten |
| Über 45 kg | Giant | Roher BARF-Mix TK plus einzelne BARF-Komponenten zum Aufstocken | Extra-groß, Ration nach Körpergewicht |
Warum die Portion zählt: Kleine Hunde brauchen kleinere, häufigere Mahlzeiten, sonst belastet die Menge den Magen, besonders beim Umstieg auf frisches Futter. Große Hunde profitieren von der Sättigung eines rohen Mixes aus einem Guss.
Schritt 2: Aktivitätslevel ehrlich einschätzen
Sei dabei ehrlich. Die meisten Halter überschätzen die Aktivität ihres Hundes. Eine Studie der Universität Liverpool (2019) maß per Beschleunigungssensor die tatsächliche Bewegung von rund 4.000 Hunden. Ergebnis: 65 % der Halter schätzten ihren Hund als aktiv ein, tatsächlich waren es nur rund 30 %.
| Level | Beschreibung | Folge für die Ration |
|---|---|---|
| Niedrig | 2x rund 20 Min. Gassi, kein Sport | Roher Mix, eher knapp portioniert, Gewicht eng beobachten |
| Mittel | 1-2 Std. Bewegung, gelegentlich Apportieren oder Schwimmen | Roher BARF-Mix in normaler Tagesration |
| Hoch | 3+ Std. Bewegung, Hundesport, Arbeitshund | Roher BARF-Mix (z.B. Rind), bei Bedarf etwas mehr Menge |
Ein Beispiel: Ein 26 kg schwerer Labrador-Pointer-Mix, der täglich rund 1,5 Stunden läuft und zweimal die Woche Dummy-Training macht, liegt im mittleren Bereich. Mit einer rohen Rind-Ration in passender Menge hält so ein Hund sein Gewicht stabil. Wer die Menge unverändert lässt, aber auf ein deutlich kalorienreicheres Futter umstellt, sieht oft schon nach wenigen Wochen eine Zunahme.
Schritt 3: Verträglichkeit berücksichtigen
Hier entscheidet sich die Proteinquelle. Drei Profile, ein und dasselbe rohe Prinzip:
| Profil | BARF-Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Empfindlicher Mischling, Verdacht auf Unverträglichkeit, unbekannte Vorgeschichte | Roher Einzelprotein-Mix (Kaninchen, Pferd oder Rotwild) | Ein Eiweiß, das Dein Hund bisher selten kannte, plus getreidefrei. Macht die Fütterung nachvollziehbar und eignet sich für eine vom Tierarzt begleitete Ausschlussdiät. |
| Mittelgroßer Mischling, normal, kein Verdacht auf Unverträglichkeit | Roher BARF-Mix Rind, alternativ gereiftes Glas | Voll deklariert, roh und unerhitzt, einfach zu portionieren. Der unkomplizierte Alltags-Allrounder. |
| Großer, aktiver Mischling (25+ kg) | Roher BARF-Mix Rind in größerer Menge, bei Bedarf mit Komponenten aufgestockt | Roh und unerhitzt liefert die Nährstoffsubstanz weitgehend unverändert, die höhere Menge deckst Du über die Portion ab. |
Besondere Ernährungsbedürfnisse beim Mischling
Mischlinge haben oft einen klaren Vorteil: Sie sind genetisch diverser und damit seltener von rassetypischen Veranlagungen betroffen als manche stark gezüchtete Rasse. Die eigentliche Herausforderung ist nicht die Rasse, sondern das Unbekannte. Rohes Frischfutter beantwortet die meisten Fragen direkt:
- Unbekannte Vorgeschichte: Oft weißt Du nicht, was Dein Hund früher bekommen hat. Eine kurze, klar deklarierte Zutatenliste gibt Dir die Kontrolle zurück.
- Empfindlicher Magen: Gerade Hunde aus dem Tierschutz haben oft einen Magen, der durch ständig wechselnde Fütterung gereizt ist. Wenige, klar benannte Zutaten geben weniger Angriffsfläche, und bei anhaltenden Beschwerden gilt: Tierarzt zuerst.
- Gewichtsneigung: Viele Mischlinge werden schleichend zu schwer, weil Optik und echte Aktivität auseinanderliegen. Futter ohne unnötige Füllstoffe und mit klarer Portion erleichtert die Kontrolle.
- Wählerische Fresser: Manche verschmähen trockene Kroketten. Frisches Futter mit kräftigem Eigengeschmack wird häufig lieber angenommen.
Worauf beim Futter achten?
Das gehört in einen guten Napf
- Eine klar benannte tierische Proteinquelle an erster Stelle, nicht "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse"
- Voll deklarierte Zutaten, jede einzeln aufgeführt (z.B. "Rind, Muskelfleisch, Leber, Herz" statt Sammelposten)
- Natürliche Omega-3-Quellen für Haut und Fell
- Getreidefrei, ohne Weizen und Mais
- Keine künstlichen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe
Genau diese Punkte erfüllt rohes BARF von Natur aus. Bei einem fertigen Mix musst Du nichts selbst zusammenstellen, die Rezeptur ist bereits ausbalanciert.
Das hat im Napf nichts verloren
- Anonyme Sammelangaben wie "tierische Nebenerzeugnisse" ohne genaue Deklaration
- Zucker, Karamell oder Sirup (macht futterbegeistert, aber langfristig zu schwer)
- Weizen und Mais als billige Füllstoffe
- Künstliche Farb- und Konservierungsstoffe
BARF beim Mischling richtig füttern
Selbst zusammengestelltes BARF ist anspruchsvoll: Die Nährstoffbalance muss stimmen, zu viel Protein belastet die Nieren, zu wenig Calcium schwächt die Knochen. Genau diese Fehlerquellen nehmen wir Dir ab. Unsere fertigen BARF-Mixe kombinieren Muskelfleisch, Innereien und Gemüse bereits ausgewogen, gewolft und in klarer Deklaration. Du musst nur auftauen und servieren.
Drei Dinge solltest Du beachten:
- Über die Portion steuern: Vom kleinen bis zum großen Mischling bleibt die Rezeptur gleich, nur die Menge ändert sich.
- Langsam umstellen: Vor allem ein empfindlicher Magen braucht Zeit. Plane für die Umstellung 10 bis 14 Tage ein, gehe Schritt für Schritt vor und nimm bei weichem Kot wieder Tempo raus. Den genauen Plan mit Tabelle findest Du weiter unten in diesem Artikel.
- Im Zweifel den Tierarzt einbeziehen: Bei Erkrankungen oder Unsicherheit zur Ration berät Dich Dein Tierarzt.
Hygiene beim Rohfüttern: Tiefkühlware durchgehend kühl halten und im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur. Napf, Flächen und Hände nach jeder Mahlzeit gründlich reinigen. In Haushalten mit immungeschwächten Personen, Schwangeren oder Kleinkindern die Rohfütterung vorab ärztlich abklären (Hinweis des BVL, 2022).
Kein Gefrierfach? Die gereifte Variante im Glas
Rohes Tiefkühl-BARF ist eine besonders nährstoffschonende Basis, weil nichts erhitzt wird. Es braucht aber Platz im Gefrierfach und etwas Planung beim Auftauen. Wenn das nicht in Deinen Alltag passt, etwa auf Reisen, im Sommer oder bei wenig Platz, ist unser gereiftes Nassfutter im Glas die ehrlichste verarbeitete Alternative: schonend zubereitet statt hocherhitzt wie Dosenfutter, voll deklariert, weiche Konsistenz. Es ist schrankfähig und sofort servierbar, ideal auch für wählerische Fresser.
Die Alternative ohne Gefrierfach
Gereiftes Nassfutter im Glas
Schonend zubereitet, voll deklariert, weiche Konsistenz. Für Mischlings-Halter, die kein Gefrierfach nutzen, viel unterwegs sind oder einen wählerischen Fresser zu Hause haben.
Wie viel BARF braucht ein Mischling pro Tag?
Als Richtwert etwa 2 bis 4 % des Körpergewichts pro Tag, je nach Aktivität und Stoffwechsel. Faustregeln sind grob, die Tabelle gibt Dir einen Startpunkt:
| Gewicht | Wenig aktiv | Normal aktiv | Sehr aktiv |
|---|---|---|---|
| 5 kg | 100-125 g | 125-175 g | 175-225 g |
| 10 kg | 200-250 g | 250-350 g | 350-450 g |
| 20 kg | 400-500 g | 500-700 g | 700-900 g |
| 30 kg | 600-750 g | 750-1050 g | 1050-1350 g |
Richtwerte für rohes Frischfutter (ca. 2 bis 4 % des Körpergewichts je nach Aktivität und Stoffwechsel). Auf zwei Mahlzeiten pro Tag aufteilen, morgens und abends. Snacks in die Tagesration einrechnen. Die genaue Menge hängt vom einzelnen Hund ab, beobachte Gewicht und Kotbild und passe an. Im Zweifel berät Dein Tierarzt.
Unverträglichkeiten erkennen und handeln
Nur etwa 1 bis 2 % aller Hunde haben eine echte Getreideallergie. Die häufigsten Futterallergene laut einer Metaanalyse zu Futtermittelunverträglichkeiten beim Hund (2016) sind Rindfleisch, Milchprodukte und Huhn, Getreide liegt deutlich dahinter. Typische Anzeichen für ein Problem sind häufiges Kratzen, gerötete Haut, wiederkehrende Ohrenprobleme, chronisch weicher Stuhl und übermäßiges Pfotenlecken.
Was die Ursache ist, klärt der Tierarzt. Eine Ausschlussdiät gehört in tierärztliche Begleitung. Über 8 bis 12 Wochen bekommt der Hund dabei eine einzige, neue Proteinquelle, die er bisher nicht oder selten hatte. Rohes Einzelprotein-BARF ist hier im Vorteil: Kaninchen, Pferd oder Rotwild sind Eiweiße, mit denen viele Mischlinge noch keinen Kontakt hatten, und die Rezeptur enthält nichts anderes, das das Bild verfälscht. Genau weil häufige Auslöser wie Rind und Huhn dabei wegfallen, eignet sich ein Novel-Protein-Mix als sauberer Ausgangspunkt.

Leckerlis und Snacks: Was passt zum Mischling?
Leckerlis machen bei vielen Haltern schnell deutlich zu viel der täglichen Kalorien aus. Maximal rund 10 % der Tagesenergie sollten aus Snacks stammen, und sie gehören von der Tagesration abgezogen, nicht obendrauf. Wichtig bei einer Ausschlussdiät: Die Proteinquelle der Snacks muss zum Hauptfutter passen. Ein Rind-Futter mit Hühnchen-Snacks macht die Diät zunichte.
Geeignet sind:
- Luftgetrocknete Trainingswürstchen aus einer Proteinquelle, passend zum Hauptfutter (z.B. Rind zum Rind-BARF)
- Karotten- oder Gurkenstücke (fast kalorienfrei)
- Gefrorene Blaubeeren als kühlende Erfrischung im Sommer
- Klassische Kausnacks wie Lunge oder Pansen, sobald keine Ausschlussdiät mehr läuft und die jeweilige Proteinquelle nicht im Verdacht steht
Ungeeignet: Käsewürfel (fettreich), Hundekekse mit Weizen, Schweineohr (sehr kalorienreich), Tischreste jeder Art.
Protein-passend zum Hauptfutter
Trainingswürstchen Rind
Luftgetrocknet, eine Proteinquelle, kleines Format. Passt protein-genau zum Rind-BARF, ohne eine Ausschlussdiät zu stören. Für sensible Hunde gibt es dieselbe Idee als Kaninchen- oder Rotwild-Variante.
Mischling aus dem Tierschutz: Besondere Herausforderungen
Ein großer Teil der Mischlinge in Deutschland kommt aus dem Tierschutz, viele aus dem Ausland. Diese Hunde bringen oft Futter-Themen mit, die Halter eines Welpen vom Züchter nicht kennen.
Untergewicht bei Ankunft. Viele Tierschutz-Mischlinge kommen deutlich zu dünn an. Der Instinkt sagt: viel füttern. Das ist falsch. Ein ausgehungerter Magen verträgt keine großen Mengen. Starte mit etwa 60 % der normalen Tagesration, aufgeteilt auf 4 bis 5 kleine Mahlzeiten, und steigere über 2 bis 3 Wochen auf die volle Menge. Bei stark abgemagerten Hunden gehört der Aufbau in tierärztliche Begleitung.
Ressourcen-Verteidigung am Napf. Hunde, die um Futter konkurrieren mussten, verteidigen ihren Napf. Das ist kein Erziehungsproblem, sondern ein Überlebensmuster. Allein füttern, den Napf in Ruhe lassen, feste Futterzeiten einhalten. Bei vielen Hunden legt sich das mit der Zeit und Sicherheit.
Unbekannte Auslöser. Im Tierschutz wurde gefüttert, was da war. Du weißt nicht, worauf Dein Mischling reagiert. Deshalb unser Rat: Starte mit einem rohen Einzelprotein-Mix wie Kaninchen oder Pferd, beobachte einige Wochen, dann erst erweitern. So schließt Du Getreide und die häufigsten Fleisch-Auslöser von Anfang an aus und siehst genau, was im Napf liegt.
Typische Fütterungsfehler bei Mischlingen
Drei Muster sehen wir in Gesprächen mit Mischlings-Haltern besonders oft:
Futter nach Rasse-Vermutung wählen. "Sieht aus wie ein Labrador, also Labrador-Futter." Das Problem: Ein Hund, der wie ein Labrador aussieht, aber Windhund-Anteile hat, verbrennt Kalorien deutlich schneller. Immer nach Gewicht und Aktivität füttern, nie nach Optik.
Zu viele Proteinquellen auf einmal. Ein Mix aus drei Fleischsorten klingt abwechslungsreich. Wenn der Hund dann weichen Stuhl bekommt, weißt Du nicht, welche Quelle das Problem ist. Beim Einstieg ist ein roher Mix mit klarer Proteinquelle der sauberere Weg.
Leckerli-Kalorien vergessen. Ein mittelgroßer Mischling, der seine Tagesration bekommt und zusätzlich mehrere Leckerlis frisst, liegt schnell deutlich über dem Plan. Leckerlis von der Tagesration abziehen, nicht obendrauf.
Trockenfutter, Nassfutter oder frisch: Was ist besser?
Viele Halter schwenken weg von reinem Trockenfutter, und das hat gute Gründe. Akzeptanz: Wählerische Fresser, häufig bei Tierschutz-Hunden, verschmähen trockene Kroketten oft. Frisches Futter mit kräftigem Eigengeschmack durch voll deklarierte Zutaten wird besser angenommen. Feuchtigkeit: Reines Trockenfutter liefert wenig Wasser, problematisch für Hunde, die wenig trinken. Rohes BARF und gereiftes Glas gleichen das von Natur aus aus. Transparenz: Bei rohem, voll deklariertem Futter siehst Du genau, was drin ist, statt einer Sammelposition zu vertrauen.
Eine Einschränkung: Bei einem empfindlichen Magen, häufig bei Tierschutz-Hunden, kann ein abrupter Wechsel anfangs für weichen Stuhl sorgen. Deshalb immer langsam umstellen, eine Futterbasis sauber etablieren, dann beobachten.
Drei Wege, Deinen Mischling frisch zu füttern
Drei Ansätze für unterschiedliche Alltage, alle ohne industrielle Füllstoffe.
1. Roher Tiefkühl-BARF-Mix (unsere Empfehlung)
Roh und unerhitzt, dadurch bleibt die Nährstoffsubstanz weitgehend erhalten. Rind ist der unkomplizierte Allrounder für den typischen Mischling, Kaninchen, Pferd oder Rotwild der Einzelprotein-Einstieg bei Verdacht auf Unverträglichkeit. Muskelfleisch, Innereien und Gemüse sind vorkombiniert und gewolft, Du taust nur auf und servierst. Getreidefrei, voll deklariert, nach unserem eigenen Rezept.
2. Gereiftes Nassfutter im Glas (wenn kein Gefrierfach)
Schonend zubereitet, voll deklariert, weiche Konsistenz. Schrankfähig und sofort servierbar, ideal für Reise, Sommer oder wenig Platz, wenn rohes Tiefkühlfutter nicht in den Alltag passt.
3. BARF-Komponenten zum Selbstmischen (für Erfahrene)
Wer die Ration selbst zusammenstellen möchte, findet bei uns einzelne Komponenten wie Muskelfleisch, Pansen und Gemüse-Mix. Das verlangt etwas Wissen über die richtige Balance, gibt aber volle Kontrolle. Für den Einstieg empfehlen wir die fertigen Mixe aus Weg 1.
Supplements für Mischlinge
Bei rohem, voll deklariertem Futter mit Muskelfleisch, Innereien und Gemüse sind Supplements meistens nicht nötig, die Rezeptur liefert das Wichtige. Bei spezifischen Themen wie Gelenken oder Darmflora gilt: erst den Tierarzt befragen, bevor zusätzlich supplementiert wird.
Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für Haut und Fell und in vielen Rezepturen über tierische Quellen bereits enthalten. Gelenk-Nährstoffe können bei älteren oder schweren Mischlingen sinnvoll sein, ersetzen aber kein Gewichtsmanagement, Tierarzt-Empfehlung einholen.
Futter-Wechsel beim Mischling: Schritt für Schritt
Ein Futterwechsel ist gerade bei einem Hund mit unbekannter Vorgeschichte heikel. Der sichere Weg ist eine schrittweise Umstellung über 10 bis 14 Tage.
| Tag | Altes Futter | Neues Futter | Beobachten |
|---|---|---|---|
| Tag 1 bis 3 | 75 % | 25 % | Kot-Konsistenz, Appetit |
| Tag 4 bis 6 | 50 % | 50 % | Blähungen, Geruch |
| Tag 7 bis 9 | 25 % | 75 % | Fellglanz, Energie |
| Tag 10 bis 14 | 0 % | 100 % | Gewicht stabil? |
Wenn Dein Mischling bei der 50/50-Mischung weichen Kot bekommt: einen Schritt zurück, 3 Tage warten, dann erneut steigern. Ein Magen, der durch wechselnde Fütterung gereizt ist, braucht oft länger als bei einem robusten Hund.

Häufige Fragen
Brauchen Mischlinge spezielles Futter?
Nein. Es gibt kein eigenes Mischlings-Futter, und das ist auch nicht nötig. Mischlinge werden nach Körpergröße, Aktivität und individueller Verträglichkeit gefüttert, nicht nach vermuteter Rasse. Eine rohe BARF-Basis mit klar deklarierter Proteinquelle passt für die meisten, die Menge regelst Du über die Portion. Bei gesundheitlichen Fragen entscheidet der Tierarzt mit.
Welches BARF passt für einen Mischling mit unbekannter Vorgeschichte?
Ein roher Einzelprotein-Mix wie Kaninchen, Pferd oder Rotwild ist der sauberste Einstieg, weil Getreide und die häufigsten Fleisch-Auslöser von Anfang an wegfallen und Du genau siehst, was im Napf liegt. Für einen Hund mit gesundem Magen ist ein Rind-Mix der unkomplizierte Allrounder.
Wie viel BARF braucht ein Mischling pro Tag?
Als Richtwert etwa 2 bis 4 % des Körpergewichts pro Tag, je nach Aktivität und Stoffwechsel, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten. Beobachte Gewicht und Kotbild und passe die Menge an. Im Zweifel berät Dein Tierarzt.
Wie stelle ich das Futter bei einem Tierschutz-Mischling um?
Langsam, über 10 bis 14 Tage: mit 25 % neuem Futter beginnen und alle 2 bis 3 Tage steigern. Tierschutz-Hunde haben oft einen empfindlichen Magen durch wechselnde Fütterung. Bei weichem Kot einen Schritt zurück, 3 Tage warten, dann weiter umstellen.
Unser Futter für Deinen Mischling
Rohes BARF nach eigenem Rezept, nur bei uns
Kein Mischling gleicht dem anderen, darum passt eine ehrliche Frischfütterung oft besser als Standardware aus der Tüte. Für den typischen Mischling mit gesundem Magen ist unser roher Rind-Mix der unkomplizierte Allrounder, die Menge regelst Du über die Portion. Bei empfindlichen Hunden oder unbekannter Vorgeschichte ist ein Einzelprotein wie Kaninchen der sauberste Einstieg. Wer kein Gefrierfach hat, nimmt die gereifte Variante im Glas. Was im Einzelfall passt, klärt am besten Dein Tierarzt.
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